Passion Pferd in Hannover - die Araber-Züchter sind dabei
(Seelze/ Hannover) “Flagge zeigen” – unter diese Devise stellt der Araber-Zuchtverband VZAP e.V. sein Engagement bei der Passion Pferd auf dem Messegelände Hannover vom 4. – 7. Dezember. Die Passion Pferd ist eine der führenden Messen rund um das Thema Pferd mit riesigen Ausstellungsbereichen, Aktionsprogramm, Live-Vorführungen und Shows. Der VZAP e.V. quartiert sich in der Halle 023 amStand A58 bei der Passion Pferd ein.
Vor mehr als 75 Jahren gründeten 38 ambitionierte und passionierte Araber-Fans in Deutschland den Zuchtverband für Arabische Pferde. Inzwischen ist daraus mit dem VZAP einer der weltweit größten Araber-Zuchtverbaände gewachsen. Noch heute ziert das Kopfbild der arabischen Vollblutstute KOALICJA das Logo des VZAP. Übersetzt bedeutet Koalicja Vereinigung und genau das pflegt der VZAP über europäische Grenzen hinweg. Ein guter Grund auch bei der Passion Pferd dabei zu sein, sichtbar und ansprechbar für Pferdefans, Neugierige und alle, die ein bisschen mehr über Arabische Pferde, ihren Einsatz, die Haltung und Zucht wissen möchten.
Alles, was man wissen kann und muss…
Vor Ort sind u.a. die Zuchtleiterin und Geschäftsführerin Anja Daniels, sowie Vorstandsmitglieder des VZAP anzutreffen, die detailliert zu Aufgaben, Veranstaltungen und Projekten Stellung beziehen können. Ganz neu ist das Projekt Kultur-Araber: Eine Sortierung und Zusammenfassung der in Deutschland vorhandenen Stutenlinien und Ihre Verbindungen zu den großen europäischen Araberzuchtlinien. Diese Linien haben nicht nur Einfluss auf die Entwicklung der eigenen Zucht, sondern auch auf den Einsatz der Arabischen Pferde in der Veredlung in allen großen Warmblutzuchten.
Gleichwohl sind die Arabischen Pferde im VZAP Sport- und Freizeitpartner ihrer Besitzer/innen, nervenstark, menschenbezogen und ausdauernd. Besucher/innen sind herzlich willkommen am VZAP-Stand in Halle 023. Eine übersichtliche und handliche Broschüre enthält die wichtigsten Kennzahlen und Informationan zu Arabischen Pferden in Deutschland.
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Der aktuelle Körsieger des VZAP, Hamzah al Batra, aus dem Besitz von Petra und Nigel Nutt verkörpert das, was Arabische Pferde auszeichnet. Der VZAP ist nun auch bei der Passion Pferd in Hannover in Halle 023 zu erreichen. (Foto: Sirid Hahn)
VZAP - Spannendes Projekt der Araber-Züchter zum “Stutenadel”
(Seelze) All Nations Cup in Aachen, Arabisches Wochenende in Darmstadt-Kranichstein und ein ungewöhnliches neues Projekt: Der VZAP e.V. hat eine kurze Bilanz gezogen, den Blick aber vor allem Richtung Zukunft gerichtet. Die Aufmerksamkeit gilt dabei den arabischen Stutenlinien im VZAP und deren Herkunft. Und die reicht zum Teil 200 Jahre zurück und hat ihre Wurzeln in ganz Europa.
Manfred Jedzini, Vorsitzender des VZAP e.V., hat ein Stichwort dafür: europäische “Kultur-Araber”, denn in Europa hat sich die Zucht der arabischen Pferde eigenständig entwickelt und folgt auch eigenen Kriterien. Dafür hat sich der Vorsitzende in Zuchtbücher vertieft. “Meine Idee war es, unseren Mitgliedern und Züchtern alle weit zurück reichenden Informationen zur Herkunft ihrer Stuten verfügbar zu machen”, so Manfred Jedzini, “vor allem aber auch die Stutenbesitzer und -Züchter untereinander gut zu vernetzen.”Kommunikation, sich austauschen, das sei der Schlüssel zum Fortschritt, sind sich Zuchtleiterin Anja Daniels und der VZAP-Vorstand einig und verhindere eine Abschottung.
Arabische Hengste und Stuten nach Europa zu importieren, war vor 200 und mehr Jahren ein sehr aufwendiges Unterfangen. Gleichwohl konnten sich in nahezu ganz Europa diese Pferde etablieren. Auch, weil sie zur Veredlung der warmblütigen Pferderassen eingesetzt wurden. Arabische Pferde sind bekannt für ihre gesundheitliche Härte und Widerstandskraft, vor allem aber auch für ihre Menschenbezogenheit und Intelligenz. In Europa entwickelten sich in der Folge Linien wie z.B. Pompadour in Frankreich, Babolna in Polen oder die berühmte Weil-Marbacher Vollblut-Araber-Zucht, die noch heute im HuLG Marbach sorgfältig gepflegt wird.
“Das Wissen darum, woher die eigenen Stuten ursprünglich stammen, wollen wir bereitstellen”, so Manfred Jedzini, der die im VZAP geführten Stuten ihrer “Gruppenzugehörigkeit” entsprechend sortiert hat. “Generell wissen in Europa auch nicht alle Halter von Arabischen Stuten, was sie da tatsächlich im Stall stehen haben”, hat Jedzini im Ausland beobachtet.
Ziel ist dabei auch, den Zuchtfortschritt zu befördern, Bluteinflüsse zu benennen und zu nutzen. Gesundheit, korrektes Gebäude und Fundament stehen dafür im Mittelpunkt. Das, was sich in Europa in der Araber-Zucht entwickelt hat, hat in den Ursprungs-Ländern schon Interesse geweckt. Vor rund 30 Jahren begann der Import von in Europa gezogenen Arabischen Pferden in die Ursprungsländer. “Die Zuchtziele sind im Mittleren Osten allerdings etwas anders als in Europa. Hier bei uns liegt der Fokus auf Gebrauchspferden und dafür sind andere Kriterien entscheidender”, skizziert Manfred Jedzini die Unterschiede.
Beifall für die Strategie kam unlängst auch aus England. Für das Deutsche Zuchtchampionat im Rahmen des Arabischen Wochenendes mit Körung, Schaubildern und Sport. Zuchtrichterin Emma Maxwell aus England war erstmals in die Championats-Kommission eingebunden und gratulierte dem VZAP unumwunden – es sei der “right way”.
Das belegen auch Zahlen – langsam aber stetig wachsen die Teilnehmerzahlen am Turnier mit Dressur, Springen und Westernprüfungen, dass parallel zum globalen All Nations Cup im September in Aachen stattfindet. Gute Noten bekam auch das Arabische Wochenende in Darmstadt-Kranichstein, das sich zu einem beliebten Treffpunkt für Züchter/innen, Fans und Interessenten des Arabischen Pferdes entwickelt hat. Kurzbilanz beim VZAP also gut – Planungen für 2026 in vollem Gang. Wer mehr wissen möchte, kann den VZAP e.V. auch bei der Passion Pferd vom 4. – 7. Dezember auf dem Messegelände Hannover am Stand A58 in Halle 023 treffen.
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Der VZAP e.V. hat die Stutenlinien seiner Züchter/innen gruppiert und die Herkunft auf berühmte europäische Araberzuchten erfasst. (Foto: VZAP)
Arabisches Wochenende in Kranichstein - zwei tolle Tage für das arabische Pferd
(Darmstadt-Kranichstein) Der Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes (VZAP e.V.) blick auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Wochenende zurück: Körung, Hengstanerkennung, VZAP-Championat erstmals in einem solchen Rahmen, Prämierungen, Schaubilder, Distanzritt – so viele Offerten kamen gut an. Mit den VZAP-Championaten endete am Sonntag das gut gefüllte Wochenende für Araber-Züchter, -Besitzer und Fans.
Das VZAP-Championat in dieser Breite fand erstmals in diesem Rahmen statt und bot Züchtern und Besitzern die Möglichkeit, ihre Pferde in einem überschaubaren Rahmen und nach Alter und Vollblutanteil sortiert vorzustellen. Dabei reichte das Altersspektrum von einjährigen Pferden bis zu neun Jahren und älteren Pferden. Da Araber als Veredler in Warmblutrassen eingesetzt werden, sortierte der VZAP die angemeldeten Stuten, Wallache und Hengste in unterschiedlichen Gruppen/ Klassen. Neben VZAP-Zuchtleiterin Anja Daniels, zählten die Britin Emma Maxwell und Britta Schielke zur Kommission der Championate.
VZAP-Championate gut angenommen
Die Resonanz bewertet der VZAP als erfreulich. “Tatsächlich trafen auch noch Nachmeldungen vor den Championaten ein und erkennbar war die Freude über das stimmungsvolle Event an diesem Wochenende”, resümierte Zuchtleiterin und Geschäftsführerin Anja Daniels. Eigens für das Arabische Wochenende hatte der VZAP auch eine “Schnupper-Mitgliedschaft” zum VZAP-Championat ermöglicht und darf sich nun prompt über neue Mitglieder freuen. Daniels: „Das Championat war auch bewusst so konzipiert, dass möglichst alle sich wiederfinden können. Deswegen waren auch Wallache zum Championat zugelassen.” Die sind zwar keine Zuchtpferde, geben aber gleichwohl Aufschluss über die Qualität und Entwicklungsmöglichkeiten aus etlichen Anpaarungen.
Zuchtchampionesse bei den Stuten wurde die 2016 geborene Schimmelstute Silberdistel aus der Zucht und dem Besitz des HuLG Marbach. Silberdistels Vater Il Divo xx ist ein englischer Vollbluthengst, die Mutter Shafali ox ist eine der herausragenden Vollblut-Araberstuten, für die Marbachs Haupt- und Landgestüt weltweit gerühmt wird. Die Schimmelstute offenbarte sehr gute Bewegungsqualität und ausgezeichnete Gebäudenoten. Marbachs HuG durfte sich zudem auch über den Titel Zuchtchampion Junior-Stuten für die drei Jahre alte Fuchsstute WM Dhalma ox freuen. Die Stute stammt von Almanzor aus der Prämienstute Dafina und heimste sehr gute Noten ein.
Thelma JJ ox heißt die Championesse der vier bis acht Jahre alten Stuten. In Frankreich gezogen und inzwischen auf dem Gestüt Amurath in Amtzell zuhause, ist Thelma JJ ein quicklebendiges Beispiel für alle Qualitäten, die arabische Pferde auszeichnet und die arabisches Vollblut schon immer für die Pferdezucht generell wertvoll gemacht haben.
Magic: der Hengst-Champion
In der Top-Liga spielt auch der VZAP-Zuchtchampion der Arabischen Vollbluthengste, A Magic Man of Kossack ox: Der acht Jahre junge Hengst von dem in Belgien eingetragenen S.M.A. Magic One aus der in den Niederlanden beheimateten Mutter Abakana Kossack wurde vom niederländischen Gestüt Kossack gezüchtet. Harald Frey aus Gemünden erwarb den beeindruckenden Schimmelhengst und stellte ihn zum VZAP-Championat in Kranichstein vor. Dort beeindruckte der Kandidat mit Spitzennoten, allein zweimal züchten die Richter die Note neun für den Typ und den Gesamteindruck. Ausführliche Ergebnisse werden für Interessenten auf der website des VZAP e.V. bereut gestellt.
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Toller Typ - A Magic Man of Kossack, acht Jahre alter Araber-Hengst aus bester Familie - holte in Kranichstein den Titel VZAP-Zuchtchampion. (Foto: Angelika Schmidt)
Arabisches Wochenende in Kranichstein - Schimmelhengst Hamzah al Batra bezaubert und siegt
(Darmstadt-Kranichstein) Hamzah al Batra heißt der vier Jahre junge Siegerhengst der Araber-Körung des VZAP e.V. in Darmstadt-Kranichstein. Der Vollblut-Araber – erkennbar an dem Suffix ox hinter dem Namen – stammt aus der Zucht und dem Besitz von Petra und Nigel Nutt aus Menden. Zum besten Eintragung-Hengst kürte die Körkommission den Vollblut-Araber Moushah aus dem Besitz von Livia Jansen (Hallgarten).
Das Arabische Wochenende in Darmstadt Kranichstein ist der zentrale Treffpunkt für die Körung, Anerkennung und Eintragung arabischer Hengste für die Zucht, sowie für Stuten- und Fohlenprämierung und das VZAP-Zuchtchampionat. Kranichsteins Pferdesportzentrum bietet dem VZAP e.V. damit erneut den passenden Rahmen für das Treffen der besten Hengste, Stuten, Fohlen und eine ganze Reihe von Schaubildern. Insgesamt neun Hengste stellten sich zur Körung/ Anerkennung vor. Dazu gesellen sich Hengste für die Präsentation, die bereits in der Araberzucht etabliert sind. Eine gute Gelegenheit für Pferdezüchter, die Hengste im Vergleich zu erleben und sich ein persönliches Bild von den Pferden zu machen.
Körsieger Hamzah al Batra hat das Licht der Welt im April 2021 erblickt und entspringt der Stutenfamilie der Venus 1890. Der bewegungs- und ausdrucksstarke Schimmel überzeugte die Körkommission mit Walter Fath, Kurt Jürgen Karl und Zuchtleiterin Anja Daniels in vielen Punkten. Rasse- und Geschlechtstyp spielen dabei ebenso eine zentrale Rolle wie der Gesamteindruck, die Qualität der Grundgangarten und das Exterieur, also der Körper und die Korrektheit der Vorder- und Hintergliedmaßen. Hamzah al Batra von Ali Noir El Dahab aus der Prämienstute PA Haniya Bint El Nil ist ein Nachkomme der Hengstlinie Saklawi I db.
Erneut konnte als Zuchtstätte auch das Haupt- und Landgestüt Marbach, bzw. Besitzerin Regina Beck mit einem jungen Hengst aus der in Marbach sorgsam gepflegten Weil-Marbacher Linie beeindrucken: WM Shaqueel ox von Naoufil ist fünf Jahre alt, geht wie der Körsieger auf die Hengstlinie des Saklawi I db zurück und stammt aus der Stutenfamilie der Murana I, einer der bedeutendsten und ältesten Stutenlinien der Araberzucht.
Bei den zur Anerkennung/ Eintragung vorgestellten Hengsten in Kranichstein wurde der 12 Jahre alte Moushah ox prämiert und als “Primus inter Pares” gekürt. Der Schimmel von Teymur B aus der Authentic Mouna entspringt der Zucht der ZG Hofmann (Mainleus) und befindet sich im Besitz von Livia Jansen (Hallgarten), die sich riesig über das positive Urteil und die Prämierung ihres Hengstes freute. Moushah hat seine Hengstleistungsprüfung im österreichischen Stadl Paura seinerzeit mit der Gesamtnote 8,53 absolviert, was die sportliche und charakterliche Qualität des Hengstes unterstreicht.
Ergänzt werden Körung und Championat durch eine Vielfalt an Schaubildern, die verdeutlichen, wie gut sich Araber als Partner für Freizeit und Sport eignen. Am Sonntag startet in Kranichstein auch ein Distanzritt (26 und 42 Kilometer), zudem ist ein Jungzüchter-Wettbewerb Bestandteil der Veranstaltung, der ganz jungen Pferdefans das Vorstellen und Mustern der Pferde ermöglicht.
Vorbeischauen? Arabische Pferde bewundern und kennenlernen? Das geht ganz leicht, denn der Zutritt ist für Besucher/innen frei.
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Prämiert und anerkannt: Moushah ox - der 12 Jahre alte Vollblutaraber überzeugte in Kranichstein und sorgte für Freude bei Besitzerin Livia Jansen. (Foto: Hahn)
Eleganzoffensive der arabischen Pferdezucht in Deutschland: der vier Jahre alte Hamzah Al Batra ox ist Sieger der Körung beim VZAP e.V. in Darmstadt-Kranichstein. (Foto: Hahn)
Arabisches Wochenende in Kranichstein - Hengste, Stuten, Fohlen und Schaubilder
(Darmstadt-Kranichstein) Es ist eine der schönsten und eindrucksvollsten Veranstaltungen für Pferdefans: das Arabische Wochenende in Darmstadt-Kranichstein am 25. und 26. Oktober. Die Eleganz, Schönheit und Liebenswürdigkeit arabischer Pferde entfaltet sich bei der Körung, dem VZAP-Championat und der Stuten- und Fohlenprämierung auf dem hessischen Hofgut Kranichstein. Es ist der Treffpunkt für Züchter/innen Arabischer Pferde, vermittelt anschaulich die Qualität, Menschenbezogenheit und Vielseitigkeit dieser ältesten Pferderasse und ist für Besucher/innen frei zugänglich.
Am Freitag treffen die Hengste bereits für den Vet-Check ein, dürfen den Schauplatz der Körung bereits kennenlernen und auch einen Probelauf beim Freispringen absolvieren. Am Samstag ab 10 Uhr steht die Besichtigung aller Hengste an der Hand und im Freilauf (Trab, Galopp) auf dem Prgramm. Für die zur Körung angemeldeten Hengste folgt danach das Freispringen, bevor die Körurteile vergeben werden.
Vielfalt ist Trumpf
Ab 14 Uhr präsentieren sich arabische Stuten und Fohlen in Kranichstein mit der Chance auf eine Prämierung. Danach wird Platz geschaffen für ein ungewöhnliches Schaubild: Martin Pauli und Zahims Navii sind ein Top-Team im Westernreiten und zeigen, was Pferd und Reiter drauf haben. Schon in Aachen (ANC) haben Reiter und Pferd mit ihrer Leistungsfähigkeit – in allen Wettbewerben unter den Top-Drei – Begeisterung erzeugt. Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten, Eigenschaften und der Charakter der arabischen Pferde stehen am Sonntag ab 09.00 Uhr im Mittelpunkt in Kranichstein: Dann bittet der Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes (VZAP) zum Zuchtchampionat und Schaubildern aus ganz Deutschland. Bereits 2024 sorgten Reiter/innen und sogar ein Fahrer für abwechslungsreiche, heitere und erstaunliche Schaubilder in Kranichstein.
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VZAP Cup am Sonntag
Von der Sportlichkeit der arabischen Pferde können sich Interessierte auch ganz direkt in Kranichstein am Sonntag ein Bild machen: der Verband Deutscher Distanzreiter und -fahrer e.V. veranstaltet am Sonntag am Hofgut startend zwei Distanzritte über 26 Kilometer und 42 Kilometer, den VZAP Cup. Start und Ziel befinden sich am Veranstaltungsgelände.
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Siegerhengst WM Daraschad ox aus dem HuLG Marbach und Gratulanten: Körkommissar Walter Fath (li.) und VZAP-Vorsitzender Manfred Jedzini mit Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck und Daraschads Gestütswärterin bei der Ehrung in Kranichstein 2024. (Foto: Angelika Schmidt)
All Nations Cup und ANC-Turnier - Arabische Pferde lockten Publikum
(Aachen) Der 41. All Nations Cup – Europas größtes Ereignis für die Zucht arabischer Pferde – ist Geschichte und endete mit Championatserfolgen fast ausschließlich für Hengste, Stuten und Jungpferde aus dem arabischen Raum. Aus nahezu 30 Nationen waren Aussteller und Gestüte in die Aachener Soers gekommen und präsentieren erlesen gezogene Pferde in der Albert-Vahle-Halle. Nur einige Meter weiter allerdings vollzog sich Sport im Dressurstadion auf dem CHIO-Gelände. Und der wird den Teilnehmer/innen unvergesslich bleiben – wer wollte nicht gern in einem der berühmtesten Reitstadien der Welt antreten?
Beste Premiere
Zum ersten Mal war Johanna Köhlbrandt (Fehmarn) dabei und hat die Chance auch sofort optimal genutzt. Mit Bonavita gewann sie sowohl die erste Prüfung des ANC-Turnier (M-Dressur), als auch die letzte Prüfung (S*-Dressur) – eine bessere “Ausbeute” geht nicht. Bonavita – eine Tochter des Köhlbrandtschen Angl-Arabers Bonaparte AA und einer Holsteiner Casall-Tochter verschenkte keinen einzigen Punkt. “Sie hat ganz viel von ihrem Vater”, sagt Johanna Köhlbrandt, “die Präsenz und die Leistungsbereitschaft. Wie Bonaparte wird sie immer ein bisschen ´größer`, sobald sie auf einen Turnierplatz kommt und sie ist unerschrocken und präsentiert sich gern.” Und wie ihr inzwischen 29 Jahre alter Vater schätzt sie abwechslungsreiche Beschäftigung und möglichst viel Aufmerksamkeit.
“Klein” aber vielseitig talentiert – Herr Bert von Bödefeld
Der Start beim ANC-Turnier stand wie in jedem Jahr allen Pferde offen, die einen Mindestanteil arabischen Blutes in der Ahnengalerie führen. So einer ist auch Herr Bert von Bödefeld: hört sich wenig arabisch an, ist aber ein in den Niederlanden gezogenes Pony, dessen Großvater Irakion reinstes arabisches Vollblut führt. Mit Sabine Schmitz (Ziethen) ist der zwölf Jahre alte Fuchs bereits Vierter der Deutschen Meisterschaften Working Equitation 2024 geworden und war Teil der Bronze-Equipe bei den Europameisterschaften im gleichen Jahr. Und nun beim ANC-Turnier auch Zweiter in der klassischen S*-Dressur. Rang drei holte sich wie bereits am ersten Tag die Belgierin Lotte Lenaerts mit ihrem Anglo-Araber FA Monacco. In der Dressur Kl. M* am Sonntag setzte sich Gudrun Gernholt (Ostönnen) mit Dancing in the Moonlight AT, dem deutschen Reitponyhengst mit arabischen Blutfluss,klar an die Spitze und landete zudem mit Valido`s Grey Star G, der ihr bereits eine Top-Platzierung am Freitag ermöglicht hatte, auf dem zweiten Rang.
Zusätzliches Plus:: Sowohl Köhlbrandt, als auch Schmitz wurden in der kombinierten Wertung aus beiden Dressurprüfungen Erste und Zweite.
Die geballte Präsenz arabischer Pferde lockte auch neugierige Zuschauer/innen auf das Gelände in der Aachener Soers. Die Schau und Präsentation der Stuten und Hengste in den unterschiedlichen Altersklassen sorgte dabei genauso für Bewunderung und auch Staunen, wie die Sportprüfungen “nebenan”. Wie vielseitig und größtenteils unkompliziert arabische Vollblüter und Partbred-Araber tatsächlich sind, das sorgte für viele Fragen im Infozelt des VZAP e.V., der den All Nations Cup als Ausrichter organisiert. Vorstandsmitglied Sirid Hahn: “Das haben wir gern gemacht.”
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Siegerfoto des VZAP-Wettbewerbs: Nicole Reimer gelang dieser lichtdurchflutete Schnappschuss einer Vollblut-Araberherde in El Zahjraa, Ägypten. (Foto: Nicole Reimer)
Show Western – ANC https://youtu.be/aDu7ykCaxb4 VIDEO: VZAP
All Nations Cup in Aachen - arabische Schönheiten, Spring-, Dressur- und Westernsport
(Aachen) Zucht-Entscheidungen, Sport, Schaubilder mit arabischen Pferden unter dem Sattel,Internationale Gäste und das alles in der Aachener Soers. Der 41. All Nations Cup und das ANC-Turnier sind in vollem Gange und die ersten Entscheidungen sind bereits gefallen. Während in der Albert-Vahle-Halle die älteren Stuten und Hengste paradierten, ging es im Dressurstadion um Spring- und Dressursport in insgesamt sechs Prüfungen. Am Sonntag ist Finalzeit: Dann fällt beim All Nations Cup die Entscheidung, welche Hengste und Stuten in verschiedenen Altersklassen das internationale Championat als Sieger/in verlassen…
Von Disziplin-Wechseln und Einsteigerprüfungen…
Und die bewegten sich am Samstag von Kl. E bis L – soll heißen, es gab Leistungsprüfungen für Einsteiger, für all jene, die noch keine Trainerkarriere mit ihren arabischen Pferden absolviert haben oder die einfach mal die Disziplin wechseln wollten – vom Dressurviereck in den Parcours oder umgekehrt. Camar Gabun etwa, der aus einer “piekfeinen” arabischen Mutterlinie stammt, dressurmäßig bis zur Kl. S ausgebildet ist und am Samstag seiner Reiterin Isa Lindemann-Treptau den Sieg in einer Stilspringprüfung Kl. A* beschert hat. Am Sonntag geht es dann in die S-Dressur. Abwechslung tut offenbar “irgendwie” gut.
Auch Lindemann-Treptaus Anglo-Araber Camar Varys von Gabun-Bonaparte N AA hinterließ Eindruck. Sowohl im Springen, als auch in der Dressur zuhause ist Diether von Ludwigsburg AA – der 15 Jahre alte Hengst trägt seinen Reiter, Pferdewirtschaftsmeister Eike Seehrich vom Heidkatenhof Aukrug verlässlich durch Spring- und Dressurprüfungen, gewann mit ihm die Stilspringprüfung Kl. A**. Auf dem Heidkatenhof sind zwei Anglo-Araber im Zuchteinsatz, die sportliche Nutzung ist Teil der Selektion und Überprüfung der Hengste. Gesundheit, Charakter und Menschenbezogenheit sind dabei u.a. Hauptkriterien.
Mehr als unglaublich schön – Arabische Pferde unter dem Sattel
Zwischendurch sorgten die gerittenen Araber in der Albert-Vahle-Halle für Abwechslung im Schauprogramm. Ganz gleich ob Western-Aufgaben oder auch dressurmäßige Aufgaben – die Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft der Pferde ist schon sprichwörtlich und sorgt für stetigen Gesprächsstoff. Ein ganz eigenes Highlight war dabei Stefanie Seebauer mit dem Vollblut-Araber WM Safi.
Der bildschöne Schimmelhengst ist ein Dressurpferd, aber auch in der Working Equitation erfolgreich und stammt aus der berühmten Zucht des Haupt- und Landgestüts Marbach. Neben seiner unübersehbaren Präsenz verblüfft der Hengst auch mit der spielerischen Leichtigkeit, mit der er Aufgaben löst.
Ansehnlich: die Top-Bilder des VZAP-Fotowettbewerbs
Mehr als nur einen Blick wert sind die Bilder des Fotowettbewerbs 2025 des VZAP. “Arabische Pferde unter sich” war das Thema für Hobby-Fotografen/ Fotografinnen. Was folgte war eine Flut von Bildern, die der Jury einiges “Kopfzerbrechen” bereitet hat – eben die Qual der Wahl. Drei Siegerbilder wurden schlussendlich gekürt und die sind am Stand des VZAP in Aachen auch ausgestellt.
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Eines der Siegerfotos - Arlette Studer lichtete ihre Vollblut-Araberstute AS Ibraz zwischen ihren anderen Stuten ab. (Foto: Studer)
Angerichtet - am Sonntag werden in Aachen die Championatstrophäen beim All Nations Cup vergeben. (Foto: VZAP)
Das größte Ereignis - All Nations Cup und Sport auf dem CHIO-Gelände in Aachen
(Aachen/ Seelze) Deutschland ist auch 2025 wieder Gastgeber für das größte Treffen arabischer Pferde und Züchter in Europa. Vom 26. – 28. September wird in Aachen der All Nations Cup (ANC) und das ANC-Turnier im Deutsche Bank-Stadion des Aachener Turniergeländes stattfinden. Edle Araber aus rund 30 Nationen treten zum weltweit beachteten Hengst- und Stutenchampionat in unterschiedlichen Altersklassen an. Sportlich wird Dressur, Springen und Westernreiten “nebenan” im Dressurstadion für Teilnehmer/innen aus ganz Europa angeboten. Die Organisation liegt in Händen des VZAP e.V., des Zuchtverbandes für arabische Pferde in Deutschland.
In jedem Jahr vertraut das internationale ANC-Kommitee dem VZAP die Organisation des All Nations Cup an, der als Elite-Show des Arabischen Pferdes gilt, mit Präsentation von Stuten und Hengste in unterschiedlichen Altersklassen. Bereits Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat die Britin Annette Hanley die Idee aufgebracht, eine große Veranstaltung für arabische Pferde in Europa zu initiieren. Nach Anfängen in England, Schweden und Spanien,der Fortentwicklung des Reglements und der Funktionen und dem Wechseln zwischen mehreren Standorten, ist der All Nations Cup seit 1987 beständig in Aachen zuhause und wird seither organisatorisch vorbereitet und begleitet durch den deutschen VZAP.
Drei sportliche Disziplinen für arabische Pferde
Angegliedert an den ANC ist ein international offenes Turnier des VZAP, das Reiter/innen von arabischen Pferden die Chance bietet, sich im Sport zu präsentieren. Araber sind nicht nur schön, sie sind auch sportlich überaus vielseitig einsetzbar – vom Wanderreiten bis zum Leistungssport.In Aachen geht es um Dressurprüfungen bis zur Kl. S und Springprüfungen bis zur Kl. L, außerdem Westernprüfungen vom Trail, Ranch Riding über Hunter- und Classic Pleasure bis zum Traditional Arabian Riding. Diese Offerte lockt regelmäßig Gäste aus den Niederlanden, Polen, Belgien und auch Dänemark und Schwedenan. Dabei wird nicht nur Araber-Zucht mit -Sport verknüpft, der ANC und das Turnier sind auch der größte und heiterste Treffpunkt Europas für Fans, Züchter, Reiter und Bewunderer arabischer Pferde aus buchstäblich allen Teilen der Welt.
Einfach mal vorbeischauen und erleben…
Zuschauer/innen und Neugierige haben freien Zutritt zum Turniergelände im Aachener Dressurstadion und dem All Nations Cup in der Albert Vahle Halle, mit angeschlossenem VIP Zelt, in dem sich die einzelnen Gestüte vorstellen und einige Verkaufsstände befinden. Jede Frage zur Zucht und dem sehr vielfältigen Sporteinsatz arabischer Pferde kann beantwortet werden und ganz klassische Anbieter für Equipment gibt es auch..
Das Nationale Championat des VZAP e. V. ist nicht in die Aachener Veranstaltung eingebunden, sondern wird in das Arabische Wochenende in Darmstadt/ Kranichstein am 25. und 26. Oktober integriert. Dort findet auch die Körung und Anerkennung von Hengsten im VZAP statt.
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Arabian Horse goes Western - das ANC Turnier in Aachen kann mehr: Neben Dressur und Springprüfungen stehen auch Western-Disziplinen mit internationalen Gästen auf dem Programm. (Foto: Sirid Hahn)
(Seelze) Der VZAP e.V. hat 2024 ein Jubiläumsjahr zelebriert. Seit 75 Jahren existiert der Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes e.V.. und seine Mitglieder widmen sich mit Leidenschaft und Kompetenz der Zucht und dem Erhalt arabischer Pferde. Das reicht vom Arabischen Vollblut über Asil- und Shagya-Araber bis zu Anglo-Arabern. Alle zusammen jedoch eint die Liebe, Bewunderung und Arbeit für und mit Arabischen Pferde.
Grund genug für den ersten Vorsitzenden, Manfred Jedzini (Alt Farpen) Rückschau zu halten, aber auch einen Ausblick auf das Jahr 2025 zu geben. Und da gibt es Pläne wie etwa den Support für nationale Veranstaltungen in den Regionen Deutschlands.
Aachen und Kranichstein lockten
Zwei Veranstaltungen prägten das Jubiläumsjahr 2024: Zum einen der internationale All Nations Cup in Aachen mit dem nationalen Championat, zum anderen das Arabische Wochenende im hessischen Kranichstein. Das ANC-Turnier auf dem Gelände des CHIO Aachen geriet auch 2024 zu einem großen Treffpunkt mit Teilnehmern/ Teilnehmerinnen aus fast 30 Nationen und zum “Schaulaufen” der besten arabischen Pferden aus unterschiedlichsten Linien und Zuchtbüchern. Der VZAP organisiert diese bedeutende Veranstaltung bereits seit vielen Jahren im Auftrag des ANC und hat den All Nations Cup zu einer der weltweit bedeutendsten Veranstaltungen für die Zucht Arabischer Pferde entwickelt.
Daraus ergeben sich bedeutende Einnahmen, vor allem aber auch etliche Kontakte und der Platz für das nationale Championat für den deutschen Verband, das sportlich ausgetragen wird. “Unsere Internationale Schau in Aachen,
die neben den reinen Show-Klassen, in diesem Jahr auch Klassen für Rein-Ägypter anbot,” so Manfred Jedzini, “war in Punkto Qualität, als auch in finanzieller Hinsicht, sehr erfolgreich. Wenn ich es recht bedenke, war es ein Jahr, dass durchaus Anlass zu berechtigter Hoffnung für eine positive Entwicklung des Arabischen Pferdes gibt.”
Offen für mehr…
“Nachbessern” will der Verband bei den Teilnehmerzahlen des nationalen Championats, das auch Reiterinnen und Reitern aus dem europäischen Ausland offen steht. “Es wäre wünschenswert, dass an dieser Veranstaltung wieder mehr deutsche Reiter mit gut gerittenen Vollblutarabern teilnehmen. Im europäischen Ausland ist man da ein gutes Stück voraus. Der VZAP”, unterstrich Jedzini, “nimmt dies zum Anlass, in den kommenden ein bis drei Jahren VZAP- Mitgliedern, die sich reiterlich weiterentwickeln wollen, eine gewisse finanzielle Unterstützung zu gewähren.” Zudem sind bei den VZAP-Turnieren stets Pferde mit einem Arabischen Blutanteil von 25 Prozent und mehr je nach Ausschreibung im Pedigree willkommen. Auch das soll deutlicher für Reiter/innen mit z.B. Warmblutpferden nach außen getragen werden.
Neu ist auch eine Änderung in den Pferdepässen: Bereits 2024 hat der VZAP damit begonnen, die Pässe mit einem zusätzlichen Hinweis auf die Stuten- bzw. Hengstlinien zu ergänzen. Für eine moderne, ordnungsgemäße Zucht sei es dringend notwendig, digital auf schnelle Art und Weise die Anzahl der Individuen bei den einzelnen Linien erfassen zu können.
Kranichstein – Körung, Schau, Sport
Das Reitsportzentrum im hessischen Kranichstein war – bereits in den 80-er und 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – eine exzellente Adresse für Veranstaltungen Arabischer Pferde und genau daran knüpfte der VZAP im Jubiläumsjahr an. Heraus kam eine sehr gut besuchte Veranstaltung mit lebhaftem Austausch und Wiedersehen, Hengstkörung, Hengstschau, Schaubildern, die die vielseitige Verwendbarkeit von Arabischen Pferden und ihre Menschen-Bezogenheit sichtbar machten. Mit einem Distanzritt in der Region wurde der sportliche interessante Abschluss gesetzt.
Jubiläen und Ehrungen
Innerhalb des Jubiläumsjahres gab es zusätzliche besondere Anlässe zu feiern, wie etwa das 50-jährige Bestehen des Asil-Clubs, das im Haupt- und Landgestüt Marbach zelebriert wurde und dessen Vorsitzender und Gründer Dr. Walter Georg Olms zum Ehrenmitglied des VZAP ernannt wurde.. Außerdem eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gestüte Tauschke, Schlereth und Dr. Nagel, die den Arabischen Stutenfamilien galt – Pferdezüchter wissen schließlich, dass “die Mütter entscheidend sind”.
Was unmittelbar zu einem großen Erfolg für den Vollblut-Araber-Züchter Reinhard Sax (Altfraunhofen) führt, dessen Stute Essteema Araber des Jahres 2019 und Siegerin in den drei bedeutendsten Championaten ist. Die makellose Essteema wurde durch den VZAP mit der WAHO-Trophy ausgezeichnet. Und: Walter Fath – mit Ehefrau Inge Inhaber der Araberzuchtstätte Forellenhof in Umkirch – wurde für sein über fünf Jahrzehnte langes Wirken in vielen Funktionen des Verbandes zum Ehrenmitglied ernannt.
Termine im VZAP-Jahr 2025
16. – 19. Januar 2025 Messe Leipzig – Partner Pferd VZAP-Stand und Show
7. – 9. April 2025 WAHO Konferenz, Abu Dhabi
19. Juni 2025 Tag des Arabischen Pferdes in Marbach
21. Juni 2025 Mitgliederversammlung
27. – 29. Juni 2025 Arabische Pferde in Westfalen, Lage-Hörste
11. – 13. Juli 2025 Messe Eurocheval in Offenburg
12. – 13. Juli 2025 Internationale Tage des Arabischen Pferdes in Ströhen
1. – 3. August 2025 Arabische Sportpferde im Norden, Heidkatenhof, Aukrug
26. September 2025 Nationales Championat in Aachen (ECAHO)
26. – 28. September 2025 ANC Turnier Aachen
26. – 28. September 2025 All Nations Cup 2025
27. September 2025 Western Leistungsprüfung in Aachen25. – 26. Oktober 2025 Arabisches Wochenende in Darmstadt/Kranichstein
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Der VZAP e.V. – hier der Siegerhengst der Körung 2024, WM Daraschad – hat Pläne für seine Mitglieder im Jahr 2025 – sportlich wie auch züchterisch. (Foto: Angelika Schmidt)
(Kranichstein/ Seelze) Der Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes e.V. (VZAP) hat gekört: Der hochnoble und wunderschöne Siegerhengst der Körung im Reitsportzentrum Darmstadt-Kranichstein heißt WM Daraschad ox und entspringt der Zucht des Haupt- und Landgestüt Marbach in Baden-Württemberg. Dort erblickte auch WM Namax ox das Licht der Welt und erhielt ebenfalls ein positives Körurteil. Es war eine feine, kleine Auswahl an arabischen Hengsten, die in Kranichstein zur Körung und Anerkennung vorgestellt wurde und alle Hengste wurden durch den VZAP gekört.
Siegerhengst mit “Big-Points”
Klasse, nicht Masse bestimmte die Körung im Jubiläumsjahr des VZAP in Kranichstein. Zwei Hengste wurden in Kranichstein zur Anerkennung, bzw. Eintragung vorgestellt, sechs Kandidaten traten zur zentralen Körung an. WM Daraschad ox und sein Marbacher Kollege WM Namax ox wurden von Oberlandstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen nach Kranichstein begleitet. Das ox hinter dem Namen verdeutlicht, dass es sich um Arabische Vollblüter handelt.
Die in Marbach gepflegte Araberzucht ist international bekannt und hoch angesehen.
WM Daraschad ox ist ein Schimmel klar erkennbaren und feinen, arabischen Typs mit solidem Fundament, im rechteckigen Format stehend mit klaren Reitpferdepoints und gut angesetztem Hals. Er entspringt der Stutenfamilie der Murana I, die im Königlichen Gestüt Scharnhausen-Weil begründet wurde. Dessen Stuten, Hengste und Fohlen wurden 1932 an das HuLG Marbach übergeben. Seither wird die Zucht dort fortgeführt und sorgfältig gepflegt. Der nun zum Siegerhengst gekürte WM Daraschad ox hat den Prämienhengst Mosri al Dahab zum Vater und die Elitestute Dahi von Insh Allah zur Mutter.
Schleifen und Prämien für “Neue”
Petra und Nigel Nutt aus Menden stellten ihren 2021 geborenen Vollblut-Araber Hamzah al Batra ox zur Eintragung in Kranichstein vor und kehren nun mit der Silberschleife für den gekörten und eingetragenen Schimmel von Ali Nour El Dahab aus der PA Hinya Bint von Ansata Nile in den heimischen Stall zurück. Gold-, Silber- und Weiße Schleife markieren die Qualität von Eintragungshengsten im VZAP.
Eine Prämie vergab die Körkommission sogar an den zur Anerkennung angereisten Shagya-Araber Javino/ Jussuf-311, einen 2013 geborenen Schimmelhengst aus der Zucht von Franz und Anneliese Hoppenberger (Österreich). Die ZG Marquardt/ Wehner in Kalbach stellte den in Stadl-Paura 2016 gekörten und als Siegerhengst proklamierten Sohn des Jussuf-911 aus der Alien von Koheilan-555 in Kranichstein vor und konnte zudem auch einen 2020 geborenen Sohn des Javino zur Körung präsentieren.
Gekört wurden folgende Hengste:
Bel Adeed ox von Shanghai EA-GR Amaretto, ausgestellt von Sara Theresa Roth (Neuhaus), Z.: Karin Merkel, Neilingen
WM Namas ox von Musab-DF Malik Jamil, Z. u. B.: Haupt- und Landgestüt Marbach
HH Secret Rowtag, ein 2019 geb. Braunschecke von Sultan Ibn Sauda Zahra-SH Secret Gamble, Z. u. B: Sarah Horsch, Kösching
Kirchberghofs Garant ox von Ganymed-Dormane, Z. u. B.: Jessica Lenz-Nemenich, Zweibrücken
Zum abwechslungsreichen Augenschmaus geriet die Hengstpräsentation mit arrivierten Vererben, sowie die Schaubilder, die VZAP-Mitglieder mit ihren Arabischen Pferden vorbereitet hatten. Ob als Lehrpferd für Kinder, Dressur-As, vor dem Wagen oder als Sportpartner in der Working Equitation und im Westernreiten – die Vielfalt und Menschenbezogenheit der Araber stand vollkommen im Mittelpunkt des Arabischen Wochenendes in Kranichstein.
Der Katalog mit Details zu Körkandidaten, arrivierten Hengsten und Stuten in Kranichstein ist hier verfügbar: https://vzap.org/wp-content/uploads/Katalog-Kranichstein.pdf
BILD
Fand den Ehrenpreis, den Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen hielt, offenbar total interessant – Siegerhengst WM Daraschad ox, prämierter Star der Körung beim VZAP in Kranichstein.
(Foto: Angelika Schmidt)
Der Siegerhengst der VZAP-Körung in Darmstadt-Kranichstein entspringt der Zucht des Haupt- und Landgestüt Marbach – WM Daraschad ox repräsentiert Arabische Vollblutzucht und Reitpferdepoints.
(Foto: Angelika Schmidt)