Havekoster Springfestival – Großer Preis für Linn Hamann

Havekoster Springfestival - Großer Preis für Linn Hamann

(Havekost) Vier Turniertage, üppige Zahlen für 18 Prüfungen, große Begeisterung in den Altersklassen Children und Junioren und als Sahnehäubchen zum Abschluss eine 25 Jahre junge Siegerin im Großen Preis von Havekost aus Schleswig-Holstein: Linn Hamann. Mit dem acht Jahre alten Holsteiner Dumbo, der keineswegs besonders große Ohren hat, auch wenn der Name das vermuten lassen könnte, gewann die junge Amazone aus Ammersbek das Hauptereignis des Havekoster  Springfestivals.

 

“Er ist erst acht Jahre alt und ein Stechen reiten, das haben wir tatsächlich noch nicht so oft gemacht”, freute sich die 25 Jahre junge Springreiterin, die seit früheser Kindheit im Sattel sitzt. “Er hat heute sehr gut mitgemacht und wir haben einige Meter weg geschafft – am Ende hat es gereicht”, so das Resümee von Linn Hamann. Acht Mitbewerber/innen ließ Hamann damit hinter sich. Darunter auch Johanna Kühl aus Ehlersdorf, die das Kunststück fertig brachte, zwei Pferde für das Stechen zu qualifizieren und dann mit Caluna OLD U.P. und Calimero U.P. den zweiten und dritten Platz zu belegen. Das sorgte bei der Pferdebesitzerin (U.P. Sporthorses) erst für erhöhte Herzfrequenz und dann für ungetrübte Freude. Bester Reiter im Großen Preis des Havekoster Springfestivals war Simon Heineke (Wedel), dem mit Caballero Grand im Stechen die schnellste Runde mit vier Strafpunkten gelang.

 

Linn Hamann – jeden Tag von Ammersbek nach Havekost

“Ich war alle vier Tage hier in Havekost”, strahlte Linn Hamann, “und ich glaube, ich hätte auch noch einen fünften Tag geschafft.” In knapp zwei Wochen steht noch ein weiteres Turnier unter freiem Himmel auf dem Programm, danach geht es für Hamann und ihre Pferde in die Hallensaison. Im kommenden Jahr wollen sie und Dumbo, der dem Stall Hamann auch gehört, “noch eine Schippe drauflegen”. Ähnliches dürften Hannes Ahlmann (Reher) und der ebenfalls acht Jahre alte Cascadello-Nachkomme Casanderos vorhaben – beide gewannen das Finale der Nachwuchspferdetour, des DBS-Youngsterspringen in einer Zwei-Phasen-Prüfung Kl. S*. Übrigens – mit Cascalido und Cosima wurde Ahlmann auch noch Zweiter und Dritter. Dabei bleibt irgendwie alles in der “Familie”, denn alle drei Pferde sind Halbgeschwister – alle vom gleichen Vater, Cascadello.

 

Havekost – Sportnachwuchs hochwillkommen

Unmittelbar vor dem Großen Preis hatte der Sportnachwuchs seinen großen Auftritt in einer Springprüfung Kl. E und in dieser Prüfung hatte am Ende Jelle Marie Kreutzmann (Schretstaken) mit Oakland`s Piero die Nase vorn. Reiterin und Pferd haben beide sehr bekannte Väter: Jelle ist die Tochter des Ausbilders und früheren Nationenpreisreiters Jörg Kreutzmann, Oakland`s Piero stammt von Del Piero, einem der besten deutschen Ponyhengste ab.

 

 

Keine 24 Stunden zuvor stand Teamgeist im Mittelpunkt, denn gleich 15 Vereinsteams aus ganz Schleswig-Holstein traten mit Junioren-Abordnungen  zum Mannschafts-Stilspringen Kl. A unter Flutlicht an. Erstmals konnte der RV Husberg u.U. mit der Mannschaft II, gecoacht von Saskia Boenigk,  in Havekost triumphieren. Julia Sick, Meike Prieß, Monika Sienknecht und Emmi Pauline Ostmann, sammelten  mit ihren Pferden die allerfeinsten Stilnoten ein und hatten am Ende 24,90 Punkte auf dem Konto in der Röschmann Team Trophy.

 

An der Einbindung der Nachwuchsprüfungen werden die Turnierveranstalter vom RuFV An der Talmühle Havekost e.V. auch weiterhin festhalten. Turnierleiter Achim Schulz: “Wir werden das Konzept fortführen, vor allem die Basis- und Aufbauprüfungen weiter auch am Sonntag dabei zu haben. Es geht ja darum, den Nachwuchs für den Pferdesport zu erhalten. Das Angebot ist sehr gut angenommen worden, auch die Eltern dieser Reiterinnen und Reiter sind von den guten Bedingungen angetan und können sich mit dem Rundum-Wohlfühlpaket identifizieren.” Für Astrid und Achim Schulz stand schon vor dem Großen Preis eine Überraschung auf dem Programm, denn der Pferdesportverband Schleswig-Holstein e.V. überbrachte anlässlich des 40. Havekoster Springfestivals ein Geschenk und auch die Vereinsmitglieder hatten sich als Dank für ihren Vorsitzenden und seine Frau etwas ausgedacht – ein eigenes Rundum-Wohlfühlpaket in Kühlungsborn mit Wellness, Hotel und Entspannung pur. Da kullerten prompt ein paar Freudentränen bei den Beschenkten. Bevor Entspannung einsetzen darf, wird allerdings ab Montag “aufgeräumt”. Achim Schulz: “Wir bauen jetzt alles wieder für den regulären Betrieb auf der Anlage zurück – das wird drei Tage dauern.”

OPTIK + DOKUMENTE

Dreifacherfolg und Glückwünsch für Hannes Ahlmann und Casanderos von Richter Manfred Lange - Ahlmann war Erster, Zweiter und Dritter mit drei Pferden. (Foto: Rieke Goldbach)
Dreifacherfolg und Glückwünsch für Hannes Ahlmann und Casanderos von Richter Manfred Lange - Ahlmann war Erster, Zweiter und Dritter mit drei Pferden. (Foto: Rieke Goldbach)
Erstmals den Großen Preis in Havekost gewonnen - Linn Hamann und der acht Jahre alte Dumbo. (Foto: Rieke Goldbach)
Erstmals den Großen Preis in Havekost gewonnen - Linn Hamann und der acht Jahre alte Dumbo. (Foto: Rieke Goldbach)
GP Linn Hamann/ Dumbo

DOWNLOADS

Schokolade, Tradition und Sport – Havekoster Springfestival

Schokolade, Tradition und Sport - Havekoster Springfestival

(Havekost) So ganz genau weiß Mathies Rüder nicht mehr, wann er zum ersten Mal das Havekoster Springfestival besucht hat, das in diesem Jahr zum 40. Mal stattfindet. Gut möglich, dass der Preis-der-Besten-Sieger des Jahres 2025 damals noch nicht wirklich laufen konnte, denn der Sohn des international erfolgreichen Vielseitigkeitsreiters Kai Rüder und der springsporterprobten Petra Rüder (Fehmarn) hat seine Eltern schon als kleiner Junge mit zu Turnieren begleitet. “Ich durfte dann  später auch helfen mit den Pferden”, sagt der 20-jährige Kaderathlet.  Jetzt helfen die Eltern dem Junior mit den Pferden. Am  Samstag gewann Mathies Rüder das Zwei-Sterne-S-Springen mit der Holsteiner Stute Flora beim Havekoster Springfestival..

 

Die Sache mit der Schokolade…

Mutter Petra kann sich auch nicht genau  erinnern, wann sie selbst und dann ihr Sohn in Havekost erstmals dabei waren. “Früher haben die Turniere in der Halle stattgefunden, draußen konnte man abreiten”, weiß die Springreiterin. Heute ist es genau umgekehrt – Vorbereitung in der Halle und dann geht es  die wenigen Meter auf den modernen Sandplatz draußen. Eine Erinnerung ist noch gut greifbar. 2018 lieh Petra Rüder ihrem Sohn kurzfristig ihr Top-Springpferd Latigo, weil Mathies DM-Pferd ausgefallen war: “Das war echt kurzfristig und Havekosts Springfestival diente der Vorbereitung auf die Deutsche Jugend-Meisterschaft in Zeiskam für Mathies.” Das ist sieben Jahre her und Rüder Junior startete in der Altersklasse Children, war also gerade mal 13 Jahre alt. Jährlich aufgefrischt wird die Tradition der Havekoster Begrüssungs-Schokolade. Die erhalten alle Teilnehmer/innen bei ihrer ersten  Ankunft auf dem Turniergelände. Mathies: “Das ist ein kleines Highlight, das gibt es sonst nirgendwo.”

 

Turnierchef Achim Schulz war auf die Idee verfallen, weil “Schokolade eigentlich immer für gute Laune sorgt”. Wie viele Tafeln in vielen Turnierjahren in der ostholsteinischen Gemeinde beim Springfestival-Wochenende  verschenkt wurden? Das hat Achim Schulz selbst nicht gezählt – wichtig sei  die Geste, nicht die Zahl.

 

Rüder, Reimers, Tuschke

Die Zahl 28,91 zeigte die Zeitmessung, als Rüder und die 12 Jahre alte Holsteiner Stute Flora V am Samstagnachmittag die Ziellinie überquerten und diese Zahl markierte das beste Ergebnis des Zwei-Phasen-Springens Kl. S**. Langsamer, aber sehr zufrieden mit Platz zwei war Vereinskollegin Tomma Thiesen, die mit der sieben Jahre jungen Big Lady ZE – Platz zwei in der Hauptprüfung des Tages vor Claas Christoph Gröpper (Oldenhütten) und Carlchen S.  Thiesen hatte sich in der ersten Prüfung des Tages bereits als Zweite hinter der Siegerin Lena Tuschke (Ladelund) und Unicomo eingereiht – eine achtbare Ausbeute also. In der gleichen Prüfung platzierte sich auch Robin Naeve (Ehlersdorf/ SWE) mit dem OS-Hengst Ensign als Fünfter. Der 27-jährige Springreiter gewann in Havekost zweimal in Folge den Großen Preis, allerdings mit einer Stute, die inzwischen in den Turnierruhestand gewechselt ist. Ob ein Hattrick mit ihren jüngeren Pferdekollegen glückt, wird sich am Sonntag ab 15.15 Uhr zeigen müssen.

 

Noch vor Mathies Rüder schaute Marieke Reimers (Nutteln) sehr zufrieden drei, denn die 28-jährige, die bereits bei Nordic Jumping im Großen Preis brillierte und im Februar mit dem Goldenen Reitabzeichen ausgezeichnet wurde, sicherte sich mit dem OS-Wallach Cidre den Sieg im klassischen S*-Springen in Havekost. In flotten 56,95 Sekunden und fehlerfrei war der “Job” sehr effizient erledigt. Überhaupt waren es drei Frauen, die die Podiumsplätze “unter sich” ausmachten. Auf Reimers folgte Pheline Ahlmann (Reher) mit Armison und dann Laura Jane Hackbarth (Buchholz) mit Jolanda.

OPTIK + DOKUMENTE

Gewann das Zwei-Phasen-S-Springen seines Förderpaten Theurer Trucks in Havekost - Mathies Rüder und Flora V. (Foto: Rieke Goldbach)
Gewann das Zwei-Phasen-S-Springen seines Förderpaten Theurer Trucks in Havekost - Mathies Rüder und Flora V. (Foto: Rieke Goldbach)

Marieke Reimers – Cidre – Havekost 2025
https://youtu.be/qLKNT-it_kw 
VIDEO: ClipMyHorse.TV

DOWNLOADS