Quote 84,8:1! Dardanos sorgt für die größte Sensation in der Derby-Geschichte! – Top-Bilanz für den Derby-Tag

Quote 84,8:1! Dardanos sorgt für die größte Sensation in der Derby-Geschichte! - Top-Bilanz für den Derby-Tag

(Hamburg) Die Besucher auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn und alle Galopp-Fans in 27 Ländern des World Pools wurden am Finalsonntag des IDEE Derby-Meetings am Sonntag Zeuge der größten Sensation in der Geschichte des bedeutendsten Rennens hierzulande: Der von Andreas Wöhler (sechster Derbysieg) in Spexard bei Gütersloh für den Stall Bergholz von Friedrich von Lenthe und Dr. Hans-Wilhelm Jenckel trainierte Riesenaußenseiter Dardanos triumphierte mit Jockey Wladimir Panov im  IDEE 157. Deutschen Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) – zur Quote von 84,8:1! Die Dreierwette bezahlte 43.221,5:1 Euro, die QUINTETT-Wette wurde nicht getroffen.

 

Unter den Augen von Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sorgte Dardanos für ein Ergebnis, mit dem kaum jemand gerechnet hatte. 390.000 Euro Siegprämie waren der Lohn für diese grandiose Leistung.

 

Immer eine günstige Position

 

Der dreijährige Sohn des Ausnahme-Vererbers Soldier Hollow aus der Zucht von Barbara Holubova und Halbbruder des letztjährigen Derby-Starts Delgardo übertraf alle Vorformen, wie einen zweiten Rang im neu geschaffenen Hoffnungspreis – Derby-Trial in Dortmund. Stets gehörte Dardanos dem Vordertreffen im 18er-Feld an, in das in der Gegenseite viel Bewegung kam, als Kairos und Chiefland in äußeren Spuren an die Spitze zogen. Auch Salitos galoppierte dichtauf gemeinsam mit dem späteren Horn-Helden Salitos.

 

 

Vom 10.000 Euro-Schnäppchen zum Derby-Helden

 

Auf der Zielgeraden sah man drei Liberty Racing-Pferde vor, doch die größte Energieleistung vollbrachte Dardanos. Mit riesigem Kampfgeist stürmte der einstige 10.000 Euro-Kauf der BBAG-Jährlingsauktion mit einem wie entfesselt agierenden Wladimir Panov, einem der Jockeys aus der zweiten Reihe, der noch nie ein Derby gewonnen hatte, mit einer Länge zum Sieg in dem erneut von Albert Darboven gesponserten Highlight des Turf-Jahres 2026. 

 

Liberty Racing mit grandiosem Ergebnis

 

Ein großartiges Ergebnis erzielten auch die Liberty Racing-Besitzergemeinschaften mit den Plätzen zwei, drei und vier von Chiefland, Salitos und Kairos, die nach ihrer Überraschungsoffensive unterwegs prächtig standhielten.

 

Mitbesitzer an den ersten vier Pferden beteiligt!

 

Interessant und geschichtsträchtig: Friedrich von Lenthe, gemeinsam mit Dr. Hans-Wilhelm von Jenckel Mitbesitzer von Dardanos, ist auch an den Liberty Racing-Syndikaten beteiligt. Damit durfte er sich über die vier Erstplatzierten freuen, so etwas hat es in der 157-jährigen Derby-Historie noch nie gegeben! 

 

Platz fünf ging an Quitos für das in Brackel gelegene Gestüt Paschberg. Damit waren nur Außenseiter auf den ersten fünf Plätzen, denn der Favorit Englishman konnte sich als Sechster ebensowenig steigern wie der als beste Wöhler-Chance eingestufte Gostam als Zehnter. Sogar nur den vorletzten Platz belegte der Engländer Bay Of Brilliance.

 

STIMMEN:

 

Wladimir Panov (Jockey von Dardanos): „Das ist der beste Tag in meiner Karriere. Ich kann das gar nicht fassen. Wir hatten immer eine gute Position, und Dardanos ist auch ein sehr unkompliziertes Pferd. Etwas Besseres konnte mir nicht passieren.“

 

Andreas Wöhler (Trainer u.a. von Dardanos): „Dardanos hat das letzte Rennen noch gebraucht. Er hatte sich anschließend stark verbessert und brauchte einfach nur Zeit. Es ist immer wieder etwas Besonderes und sehr Emotionales, das Derby zu gewinnen.“ 

 

Friedrich von Lenthe (Mitbesitzer von Dardanos): „Es ist unbeschreiblich und überwältigend. Das war ein großartiger Erfolg von Dardanos, aber ich gratuliere auch den Initiatoren von Liberty Racing. Wir kommen aus der zweiten Reihe und treten nun einmal in die erste Reihe. Dem Jockey haben wir das Vertrauen geschenkt, da er das Pferd kannte.“

 

Lars-Wilhelm Baumgarten (Manager von Liberty Racing, u.a. von Chiefland, Salitos und Kairos): „Ein großartiges Ergebnis für Liberty Racing mit dem Zweiten bis Vierten im Derby. Ein Weltklasse-Ritt von Cieran Fallon auf Chiefland. Wir hatten uns die Taktik überlegt, außen auf den besseren Boden zu gehen. Gratulation dem Stall Bergholz zum Sieg von Dardanos.“

 

Bauyrzhan Murzabayev (Jockey von Salitos): „Wir erwischten zunächst einen günstigen Rennverlauf im Vordertreffen. Ich bin dem Sieger gefolgt. Mitte der Geraden wurden wir etwas gestört. Er ist toll gelaufen.“

Marcel Weiß (Trainer von Englishman): „Er hatte einen guten Rennverlauf. Er hätte anderen Boden benötigt, um seine Bestform zu zeigen.“

 

Soreanga im Stuten-Thriller minimal vorne

 

Stuten-Power im Rahmenprogramm vor 20.400 Zuschauern am großen Tag des IDEE 157. Deutschen Derbys in Hamburg-Horn, an dem erstmals sechs Rennen zum World Pool-Programm gehörten und in 27 Länder, wie nach Hong Kong, übertragen wurden.  Im ersten der beiden Grupperennen für die Ladies gab es gleich ein packendes Finish: Die von Andreas Wöhler für das Gestüt Fährhof trainierte Dreijährige Soreanga (6:1) hielt in der Hugo Pfohe Horsepower Trophy – Hamburger Stutenpreis (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m) an der Spitze einen minimalen Vorsprung gegen die nicht schlechter gehende Believe in Me eisern fest. Nach Zielfoto-Entscheid hatte die schon 2025 zur Listensiegerin aufgestiegene Pferdedame  einen kurzen Kopf Vorteil.

 

Believe in Me unterlag in allen Ehren, schien kurz gewinnen zu können. Dahinter war der Abstand zu Noble Lips als gute Dritte schon deutlicher vor der Französin Chill Y Flama, die von letzter Stelle nie Chancen auf mehr hatte. Die Favoritin Schneewittchen gab sich bald geschlagen.

 

STIMMEN:

 

Eduardo Pedroza (Jockey von Soreanga): „Sie hat gezeigt, dass sie in diese Klasse gehört, eine wirklich tolle Stute.“

 

Andreas Wöhler (Trainer von Soreanga): „Die Stute hat das letzte Rennen noch gebraucht. Natürlich steuern wir nun den Preis der Diana an.“

Dr. Andreas Jacobs (Besitzer von Soreanga): „Sie hat nun an die Formen aus dem vergangenen Jahr angeknüpft. Ich denke, dass Soreanga noch nicht einmal bei hundert Prozent war. Wir peilen nun die Diana an.“

 

Klaus Hofmann (Besitzer von Believe in Me): „Wenn sie außen gekommen wäre, hätte sie gewonnen. Auch kleine Trainer können schnelle Pferde trainieren.“

 

Andreas Suborics (Trainer von Noble Lips): „Wir hatten einen guten Rennverlauf, nur zu Beginn der Geraden wurde sie etwas irritiert. Unsere Stute war ungefährdete Dritte. Es geht nun in die Diana und dann in den T. von Zastrow Stutenpreis nach Baden-Baden.“

 

England vor Frankreich und Deutschland

 

Eine internationale Angelegenheit war das Sparkasse Holstein-Rennen – Hamburger Stuten Meile (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m), denn die Engländerin Sunlit Uplands (14,8:1-Außenseiterin) holte sich als völlig unterschätztes Pferd die Prüfung gegen die favorisierte Godolphin-Stute Fortuna Diamond aus Frankreich und Mala Wyska als beste Inländerin.

Nach frühem Vorstoß stand die von Stuart C. Williams auf der Insel für Rachel Flynn und Ex-Trainer Rae Guest, der 2025 seine Karriere beendet hatte, locker mit drei Längen Vorsprung durch. Jockey Marco Ghiani hatte alles bestens eingeteilt und sicherte die 32.000 Euro Siegbörse. „Ich war letztes Jahr schon in Düsseldorf, nun habe ich hier in Hamburg ein Grupperennen gewonnen. Ich mag Deutschland“, sagte Ghiani.

„Sunlit Uplands hatte schon 2025 ihr Potenzial angedeutet, und in diesem Jahr war sie zweimal gut platziert in Gruppe- und Listenrennen. Sie wird mit dem Alter immer besser“, fügte Mitbesitzer Rae Guest hinzu.

Begonnen hatte der Derby-Tag mit dem sehr sicheren ersten Karrieretreffer von Stall Grafenbergs Laetitia (3,9:1) mit Martin Seidl für den Kölner Trainer Waldemar Hickst, die sich in einer 2.000 Meter-Prüfung gegen New Rocket und Königin Karlia behauptete. Besitzer ist mit Albrecht Woeste der Ehrenpräsident von Deutscher Galopp.

 

Hamburger Treffer durch Ally McMagic

 

„Die meisten Besitzer kommen aus Hamburg, daher wollten wir hier gewinnen“, schilderte Trainer Pavel Vovcenko nach dem neuerlichen Treffer von Ally McMagic (11.2:1) mit Alexander Pietsch, die für den Stall Rüm Hart schon 2025 hier erfolgreich gewesen war, in einem Ausgleich III über 2.200 Meter. Die Riesenaußenseiterin Pearl of Japan, Obstler und Oriental King komplettierten die Viererwette, die nicht getroffen wurde.

 

Askalon dominiert

 

Start-Ziel war die Erfolgstaktik im Rudolf-August Oetker-Gedächtnisrennen (52.000 Euro, 1.600 m), denn der von Peter Schiergen für Philip Baron von Ullmann gesattelte Askalon (4,8:1) wurde den hohen Ambitionen der Wetter gegen Bapp und Nardos vollauf gerecht. Bauyrzhan Murzabayev teilte dem Hengst an der Spitze gegen Bapp und Nardos alles bestens ein. „Es hat bestens gepasst, der Jockey hat ihm ein sehr gutes Rennen serviert“, schilderte Trainer Peter Schiergen.

 

„Onzo“-Jubel im Hapag-Lloyd-Rennen

 

Onzo – diese Bezeichnung steht für „Organisation notleidender Zocker“ und ist der besonders humorvolle Deckname für den Stall von Daniel Delius, dessen Stute La Spezia (6,4:1) unter Leon Wolff das Hapag-Lloyd-Rennen (52.000 Euro, 2.200 m) beherrschte. Nach einem perfekten Rennverlauf verabschiedete sich die Lady deutlich von Charleston und Noyan. „Ich war etwas skeptisch wegen der Distanz, aber sie hatte ja schon in Hannover zuletzt sehr souverän gewonnen und wird immer reifer“, kommentierte Trainer Sascha Smrczek.

 

Katar-Seriensiegerin beeindruckt

 

Im höchstdotierten Rennen für Arabische Vollblüter in Deutschland, dem The President of the United Arab Emirates Cup (Gruppe II, 250.000 Euro, 1.600 m) dominierte mit der Katar-Seriensiegerin Chdia (1,5:1) in den weltberühmten Farben von Wathnan Racing für Star-Trainer Alban de Mieulle mit Weltklasse-Jockey James Doyle gegen Haseef und HM Majdallah. 

 

Eine sensationelle Entwicklung hat die von Gordan Batistic in Iffezheim für den Stall Grey Goose vorbereitete Ostseesonne (3,7:1) genommen, denn in einem 1.600 Meter-Ausgleich III landete die Stute ihren vierten Coup in Serie, nach einem abermals erstklassigen Ritt von Sibylle Vogt. Newkidontheblock, Feuerwehrfelicitas und Belisaire auf Rang zwei bis vier machten die Viererwette rund, die 3.794,4:1 Euro bezahlte.

 

Er scheint die Rennbahn in Hamburg-Horn zu lieben – Windfang, von Bohumil Nedorostek aus Hannover entsandt, holte sich wie schon im Vorjahr eine Prüfung in der Hansestadt. Vorneweg ließ der 6,7:1-Mitfavorit in einem 1.600 Meter-Ausgleich II nichts anbrennen und verwies Mister Phoenix, Needle Drop sowie Anatara auf die nächsten Ränge. 

Einen Erfolgstag hatte auch Jockey Bauyrzhan Murzabayev, der insgesamt drei Treffer am Sonntag feierte.

 

Top-Bilanz

 

Hochzufrieden fiel das Fazit von HRC-Schatzmeister Johann-Heinrich Riekers aus: „Wir hatten heute einen Wettumsatz von 4,8 Mio. Euro, allein 1,5 Mio. Euro kamen aus dem Derby. Rund 20 Mio. Euro wurden im World Pool gewettet, da sind die deutschen Umsätze mit enthalten. Stark waren die Zuwächse am Derby-Tag in der Bahnwette und beim Auslandsumsatz. Bemerkenswert war, dass ein Wetter auf der Rennbahn mit 1,5 Euro Grundeinsatz die Dreierwette im Derby getroffen und 68.000 Euro bekommen hat. Ich bin begeistert, wie toll es gelaufen ist. Ich denke, Herr Matthiessen hat vom Himmel aus die Daumen gedrückt und die richtigen Pferde und Umsätze besorgt. Mein Dank gilt dem gesamten Vorstand und unserem Team.“

OPTIK + DOKUMENTE

Der von Andreas Wöhler trainierte Dardanos sorgte mit Wladimir Panov für eine sensationellen Coup im IDEE 157. Deutschen Derby in Hamburg. (Foto: galoppfoto.de)
Der von Andreas Wöhler trainierte Dardanos sorgte mit Wladimir Panov für eine sensationellen Coup im IDEE 157. Deutschen Derby in Hamburg. (Foto: galoppfoto.de)
Prickelnde “Belohnung” - Jockey Wladimir Panov wurde von den Kollegen nass und lautstark gefeiert für den Derbytriumpf. (Foto: galoppfoto.de)
Prickelnde “Belohnung” - Jockey Wladimir Panov wurde von den Kollegen nass und lautstark gefeiert für den Derbytriumpf. (Foto: galoppfoto.de)
Die stolzen Besitzer des Derbysiegers: Friedrich von Lenthe (li.) und Dr. Hans-Wilhelm von Jenckel. (Foto: galoppfoto.de)
Die stolzen Besitzer des Derbysiegers: Friedrich von Lenthe (li.) und Dr. Hans-Wilhelm von Jenckel. (Foto: galoppfoto.de)

IDEE 157. Deutsches Derby - Dardanos und Wladimir Panov (Video: Wettstar.de)

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Global Health: Sensationssieger im WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis

Global Health: Sensationssieger im WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis
Die Sonne kommt Sonntag im Pferdeliebe-Herzen

(Hamburg) Was für eine Sensation am regnerischen vorletzten Tag des IDEE Derby-Meetings 2026 am Vortag des IDEE 157. Deutsches Derby: Der 18,9:1-Außenseiter Global Health sorgte im erneut vom bedeutendsten Vermittler von Pferdewetten in Deutschland gesponserten WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m) für ein Ergebnis, mit dem wohl nur die wenigsten der 5.680 Besucher am Samstag auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn gerechnet hatten.

Doch hinter dem Norweger Ami De Vega hatte der aus der Zucht des Gestüts Ebbesloh stammende und zuletzt für 33.333 Euro nach einem Verkaufsrennen in Frankreich vom Stall H3 Racing der Familie Hettich erworbene fünfjährige Wallach ein ideales Rennen. Erstmals startete Global Health auch unter der Regie des Iffezheimer Trainers Fabian Xaver Weißmeier. Jockey Benjamin Marie, dem wahrlich derzeit alles gelingt, hatte den Ritt von dem verletzten Giovanni Sias übernommen, und kontrollierte vorne auf der Zielgeraden früh die Situation.

 

Leicht mit zweidreiviertel Längen Vorsprung verabschiedete sich Global Health von seinen Gegnern und stand bald als Sensationsgewinner der 40.000 Euro Siegprämie fest. Global Health galt vor zwei Jahren als Derby-Hoffnung, doch gesundheitliche Probleme hatten die großen Pläne lange verhindert. 

 

 

Klassestute Santagada stürmt auf Platz zwei – Derbysieger Hochkönig Vierter

 

Die Klassestute Santagada stürmte mit viel Speed noch auf den Ehrenplatz vor Alleno, der auf vielleicht schon zu weicher Bahn nur noch auf Rang drei vorstieß. Derbysieger Hochkönig musste sich mit Platz vier begnügen, auch er wirkte nie zwingend. Enzian schob sich nur auf Rang fünf vor den nachlassenden Ami De Vega und Wintertraum.

 

STIMMEN:

Benjamin Marie (Jockey von Global Health): „Wir hatten ein perfektes Rennen. Mein Pferd hat sich vorne früh einen Vorteil verschafft. Ich bin sehr happy.“

 

Fabian Xaver Weißmeier (Trainer von Global Health): „Wir haben ihn für 33.333 Euro nach dem Sieg in einem Verkaufsrennen erworben. Er hatte sich bei uns in den zwei Wochen seither sehr gut eingelebt, doch hatte ich befürchtet, dass das Rennen zu früh kommen würde. Dass er dieses Rennen gewonnen hat, ist grandios.“

 

Helmut von Finck (Besitzer von Santagada): „Sie ist schon eine ganz tolle Stute. Wir wollten sie heute von hinten reiten lassen. Sie hat wieder ihr Können unter Beweis gestellt.“

 

Marcel Weiß (Trainer von Alleno): „Der Boden war schon grenzwertig für ihn, da konnte er nicht so beschleunigen wie sonst.“

 

Yasmin Almenräder (Trainerin von Hochkönig): „Er konnte auf diesem Boden nicht entscheidend zulegen. Es fehlte der gewohnte Speed.“

 

Pershing wie eine „Rakete“

 

Natürlich war auch das Rahmenprogramm bestens, u.a. mit zwei Listenrennen, und hier gab es starke Sieger zu bewundern, zunächst bei den Kurzstrecklern: Der Name kommt von einer Mittelstrecken-Rakete, und offenbar besitzt auch die vierjährige Stute Pershing (10,7:1) jede Menge Geschwindigkeit. Im Preis der POWER Personen-Objekt-Werkschutz GmbH – Hamburger Flieger-Preis (Listenrennen, 35.000 Euro, 1.200 m) dominierte die Lady des Stalles Turffighter von Hans Wirth aus Waghäusel Start-Ziel mit Sibylle Vogt. Nie kam ein Gegner entscheidend an die erstmals in diesem Jahr und erstmals von Erfolgstrainer Marcel Weiß aufgebotene Pershing heran.

 

„Sie kam sehr schnell aus der Startmaschine. Ich hatte aus der Box 14 auch nicht viele andere Möglichkeiten, als selbst zu gehen“, gab Sibylle Vogt später zu. „Ich habe sie immer für eine Sprinterin gehalten. Pershing ist seit drei Monaten bei mir im Stall. Sie hatte sich super eingelebt. Wir steuern nun ein Listenrennen in drei Wochen in München und danach die Goldene Peitsche in Baden-Baden an“, berichtete Marcel Weiß.

Noch sehr viel Boden machte Bacarda als Zweite gut. „Leider hatte sie einen sehr schlechten Rennverlauf, sonst hätte sie gewonnen“, meinte ihr Betreuer Andreas Wöhler. Auch der norwegische Gast Ides Of March hielt auf Rang drei bestens stand. Sibylle Vogt machte direkt anschließend im Hanshin Cup (Ausgleich III, 2.000 m), einem Amazonenreiten die Favoritenwetter mit Sunny Sunshine (2,6:1) glücklich, die für das Gestüt Etzean und Trainer Roland Dzubasz locker zum Zuge kam.

 

Anspruch hat die größte Pferdelunge

 

Eines der traditionsreichsten Rennen in Horn ist der Lange Hamburger (Listenrennen, 30.000 Euro, 3.200 m) der erneut unter dem Patronat von my-be.eu stand. Auf dem schweren Untergrund fühlte sich der fünfjährige Walach Anspruch, den Yasmin Almenräder in Mülheim für Bernd-Rüdiger Gossens und Sandra Hemmers vorbereitet, pudelwohl und zwang auf den letzten Metern die tapfer dagegenhaltende Nastaria noch mit toller Energieleistung in die Knie und bewies eine echte Pferdelunge. „Wir haben ihn vorsichtig aufgebaut, es war genau sein Boden“, schilderte die Trainerin. Jockey Jack Mitchell gab die Partie nie verloren. 

 

Nastaria unterlag in allen Ehren, auch wenn sie den Sieg von 2023 nicht ganz wiederholen konnte. „Auf 3.000 Metern hätte sie gewonnen“, glaubte Besitzer Volker Franz Schleusner. Der Riesenaußenseiter Nachthimmel komplettierte die Dreierwette vor dem von der Spitze enttäuschend früh nachlassenden Favoriten Zuckerhut.

 

Für Trainerin Yasmin Almenräder und Jockey Jack Mitchell kam es aber noch besser, denn auch Montanus (11,1:1) holte sich mit dem 1.600 Meter-Ausgleich I (25.000 Euro) ein Top-Rennen. Auch die 64,5 Kilo störten Susanne Ottofüllings Wallach nicht im Geringsten, so dass er Klaudius und Bowerchalke sicher abfing.

 

Schnelles Kleinkorres-Doppel

 

Begonnen hatte der vorletzte Tag des IDEE Derby-Meetings mit einer großen Überraschung, denn im einleitenden 1.600 Meter-Rennen war Hans Bartls Padme (Quote 18,2:1) sträflich unterschätzt worden. „Als die Lücke aufging, waren wir sofort zur Stelle“, kommentierte Siegjockey Martin Seidl den Erfolg der Außenseiterin aus dem Mülheimer Quartier von Axel Kleinkorres.

 

Und auch eine halbe Stunde später durfte der Coach aufs Treppchen, denn passenderweise triumphierte der dreijährige Hengst Alsterjung (20,7:1) in Hamburg. Unter Leon Wolff holte sich der Hengst des Mülheimer Turfsyndikats 5 eine 2.200 Meter-Prüfung trotz längerer Pause und bestätigte die Meinung, die man stets auf ihn hatte.

 

Erfolgsteam gewinnt immer weiter

 

Unübertroffen ist die Stallform des Kölner Trainers Andreas Suborics und des bei ihm beschäftigten französischen Jockeys Benjamin Marie. Völlig souverän holte sich dieses Erfolgsteam mit World Vision (4,3:1) einen 25.000 Euro-Ausgleich I über 2.200 Meter gegen Why Limit und Sedano in der Außenspur. Besitzer Achim Weyrauch machte zeitgleich eine Radtour am Brenner. „World Vision hatte sich dieses Jahr noch einmal verbessert“, erklärte Andreas Suborics nach seinem vierten Meetingstreffer.

 

Für emotionale Momente sorgte zum Abschluss der Sieg von Maidstone (4,4:1), der in einem 1.600 Meter-Handicap mit Thore Hammer-Hansen im Sattel nicht nur für den dritten Tagestreffer von Trainerin Yasmin Almenräder sorgte, sondern für Besitzer Robin Weber triumphierte, der seit seinem schweren Sturz im vergangenen Jahr auf den Rollstuhl angewiesen ist, aber seine Situation bemerkenswert meistert.

 

 

Wettumsatz trotz widrigen Wetters stark

 

Der Wettumsatz in den zehn Rennen am Samstag belief sich trotz leider sehr widriger Wetterverhältnissen auf 605.400,80 Euro. Das ist trotz zweier Rennen weniger als 2025 eine Steigerung von 20 Prozent. Der Bahnumsatz blieb konstant. „Wir hatten ein enorm gutes Wettpublikum heute“, zog HRC-Schatzmeister Johann-Heinrich Riekers ein sehr positives Fazit.

 

Großes Finale mit dem IDEE 157. Deutsches Derby

 

Der vierte und letzte Renntag des IDEE Derby-Meetings findet am Sonntag, 05. Juli 2026, mit dem wichtigsten Galopprennen des Jahres hierzulande statt – dem IDEE 157. Deutsches Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m). Insgesamt stehen zwölf Rennen auf der Top-Karte, der erste Start ist für 11:14 Uhr terminiert. Für Kurzentschlossene sind noch Tickets an den Tageskassen verfügbar.

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Global Health war der Überraschungssieger im Wettstar.de - Großer Hanse-Preis am Samstag auf der Rennbahn Hamburg-Horn. (Foto: galoppfoto.de)
Global Health war der Überraschungssieger im Wettstar.de - Großer Hanse-Preis am Samstag auf der Rennbahn Hamburg-Horn. (Foto: galoppfoto.de)
Er hatte die Top-Ausdauer - der fünf Jahre alte Anspruch aus dem Quartier von Yasmin Almenräder holte sich auf den letzten Metern den Triumph im my.bed.eu - Langer Hamburger über 3.200 Meter. (Foto: galoppfoto.de)

Er hatte die Top-Ausdauer - der fünf Jahre alte Anspruch aus dem Quartier von Yasmin Almenräder holte sich auf den letzten Metern den Triumph im my.bed.eu - Langer Hamburger über 3.200 Meter. (Foto: galoppfoto.de)

Global Health, Benjamin Marie - Wettstar.de - Grosser Hansa-Preis (Video: Wettstar.de)

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Galopp-Stars beim Warm-up zum IDEE 157. Deutschen Derby im WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis

Galopp-Stars beim Warm-up zum IDEE 157. Deutschen Derby im WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis

(Hamburg)  Was für ein Auftakt zum großen Wochenende rund um das IDEE 157. Deutsches Derby auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn: Bereits am Samstag treffen sich Galopp-Stars im WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m).


Die Siegerliste des erneut vom bedeutendsten Vermittler von Pferdewetten in Deutschland gesponserten Rennens ist wie das Who is Who des deutschen Galopprennsports. Man denke nur an den zweifachen Gewinner Protectionist, der sich als erstes deutsches Pferd den Melbourne Cup holte, oder Torquator Tasso, den Sieger von 2023, der als drittes deutsches Pferd den Prix de l‘ Arc de Triomphe gewann.

 

Hochkönig zurück in Hamburg!

 

Die Besetzung lässt kaum Wünsche offen, zumal etliche stark profilierte Kandidaten nach Hamburg zurückkehren. Allen voran natürlich Hochkönig, der viel umjubelte Derby-Sieger 2025. Unter Nina Baltromei sorgte er für den ersten Triumph einer Frau im Blauen Band als Reiterin. Leider muss die Amazone verletzungsbedingt länger pausieren. Der Engländer Jack Mitchell übernimmt wieder den Ritt. Zuletzt war er mit Hochkönig schon guter Zweiter im Sauren Dachfonds Preis in Köln hinter Gestüt Ittlingens Alleno (Sibylle Vogt), einem der Überflieger dieser Saison, der erneut ein starker Gegner sein dürfte.


Stuten-Power verspricht Gestüt Park Wiedingens großartige und mehrfache Gruppesiegerin Santagada (Bauyrzhan Murzabayev), die sich hier vor genau einem Jahr die Japan Racing Association – Hamburger Stuten Meile sicherte. Mit dem Derby-Vierten Enzian (Thore Hammer-Hansen) und dem aktuellen Listensieger Wintertraum (Rene Piechuklek) sind weitere Asse im Aufgebot.

 

10 Rennen mit starkem Rahmenprogramm

 

Natürlich ist auch Rahmenprogramm am dritten Tag des IDEE Derby-Meetings vorzüglich. Zehn Rennen werden ab 10:42 Uhr ausgetragen (mehrere Prüfungen werden auch nach Frankreich übertragen). Die Highlights des Rahmenprogramms werden auf den unterschiedlichsten Distanzen gelaufen. Im Preis der POWER Personen -Objekt-Werkschutz GmbH – Hamburger Flieger-Preis (Listenrennen, 35.000 Euro, 1.200 m) geben sich bewährte Kurzstreckler wie Vorjahressieger Schützenzauber (Bauyrzhan Murzabayev), Wikinger (Thore Hammer-Hansen) oder War Bride (Jack Mitchell) die Ehre. 


Mit einer Strecke von 3.200 Metern wird der my bed.eu – Langer Hamburger (Listenrennen, 30.000 Euro) das längste Rennen des Meetings sein. Hier ist mit Zuckerhut (Bauyrzhan Murzabayev) unter anderem der Derby-Favorit und Derby-Sechste aus 2025 mit von der Partie. 


Alle Rennen dieses Premium-Renntages sind mit mindestens 15.000 Euro dotiert. Es gibt es zwei mit je 25.000 Euro ausgestattete Ausgleiche I. Die Viererwette wird dreimal angeboten – mit Poolgarantien von jeweils 10.000 Euro in den Rennen 3,5 und 10. 10.000 Euro stehen auch über der V4-Wette in den Rennen 7 bis 10.

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Kommt am Samstag nach Hamburg: Derbysieger Hochkönig - hier mit Joana Glienke und Jasmin Beetz - wird im Wettstar.de - Großer Hansa-Preis - an den Start gehen. (Foto: galoppfoto.de)
Kommt am Samstag nach Hamburg: Derbysieger Hochkönig - hier mit Joana Glienke und Jasmin Beetz - wird im Wettstar.de - Großer Hansa-Preis - an den Start gehen. (Foto: galoppfoto.de)

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IDEE Derby-Meeting 2026 – Run auf Tickets für das Hamburger Top-Ereignis ist gestartet

IDEE Derby-Meeting 2026 - Run auf Tickets für das Hamburger Top-Ereignis ist gestartet

(Hamburg) Der “Start” ist offiziell: für das IDEE Derby-Meeting 2026 auf der Rennbahn Hamburg-Horn können ab sofort Karten für alle vier Renntage vom 28. Juni bis zum 5. Juli 2026 im Vorverkauf erworben, behalten oder verschenkt werden. Vorteil für Frühbucher: der Early Bird-Tarif, der bis einschließlich 31. Mai richtig viel Sparpotential bietet.

Die Tickets sind online buchbar über den Ticketshop auf der Internetseite des Hamburger Renn-Clubs e.V. und dort gibt es auch die Übersicht zu den Preisen für jeden einzelnen Renntag, sowie zu den Meetingkarten. Erhältlich sind Karten in unterschiedlichen Kategorien von Stehplatz über Balkon oder Tribüne bis zu Logen und den mit Catering verbundenen Bereichen wie die Pik-König Lounge und die NH-Hotel-Lounge. Direkt zum Online-Ticketshop geht es hier: https://tickets.galopp-hamburg.de/

 

Stabile Preise

Die Preisgestaltung hat der Hamburger Renn-Club e.V. stabil gehalten. Die beliebten Stehplatz-Tickets kosten im Early-Bird-Tarif z.B. zwischen 12,00 (28. Juni) und maximal 22,00 Euro. Wer den Platz auf dem Balkon bevorzugt, spart im Early-Bird-Tarif je nach Renntag zwischen zehn und 20 Euro (5. Juli). Dieser Super-Tarif für Frühbucher gilt für alle Bereiche mit Ausnahme der Pik-König und NH-Hotel-Lounge und die nummerierten, fest buchbaren Plätze im Biergarten.

 

Eintritt frei für Stehplätze gilt am Donnerstag, 2. Juli, am LOTTO Hamburg-Renntag, lediglich für Tribüne/ Balkon und Logen sind Tickets erhältlich.

 

Zu den News im Angebot zählt auch die Möglichkeit, einen Geschenkgutschein zu kaufen. Wer Familie oder Freunden eine besondere Überraschung bereiten möchte, kann ganz einfach einen unvergesslichen Tag auf der Rennbahn verschenken. Dafür kann ein Betrag angegeben werden und der Gutschein gilt dann für Tickets und alle weiteren Produkte im Online-Ticketshop.

 

Vier tolle Renntage

Vier Renntage bietet das IDEE Derby-Meeting im Jahr 2026 mit Klassikern wie dem IDEE 157. Deutschen Derby, den BBAG Auktionsrennen, dem Wettstar.de Großer Hansa-Preis, dem Großen Preis von LOTTO Hamburg oder dem my-bed.eu – Langer Hamburger  oder auch dem Hamburger Stuten-Cup. Alle Renntage in der Übersicht gibt es hier: https://www.galopp-hamburg.de/pferderennen/derby-meeting-2026

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Dabei sein? Der Kartenvorverkauf für das IDEE Derby-Meeting mit Preisvorteilen im Early Bird-Tarif ist gestartet. (Foto: galoppfoto.de)
Dabei sein? Der Kartenvorverkauf für das IDEE Derby-Meeting mit Preisvorteilen im Early Bird-Tarif ist gestartet. (Foto: galoppfoto.de)

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Quest the Moon: Der große Triumph eines Herzenspferdes beim Hamburg-Finale

Es war der Sieg eines absoluten Herzenspferdes im finalen Highlight am Abschluss-Dienstag des IDEE Derby-Meetings 2025 vor 5.128 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn: Im reifen Alter von neun Jahren triumphierte der im Besitz des Stalles Salzburg von Schlafmöbel-Unternehmer Hans-Gerd Wernicke stehende und von Sarah Steinberg in München trainierte Quest the Moon (5,8:1) den Grossen Preis von LOTTO Hamburg. Der Sohn des früheren Derbysiegers Sea the Moon aus der Zucht des Gestüts Görlsdorf gewann bei strömendem Regen unter seinem kongenialen Partner Rene Piechulek dieses mit 55.000 Euro dotierte Gruppe III-Rennen über 2.000 Meter.

Grandiose Aufholjagd

Von einem der letzten Plätze spurtete der in vielen Grand Prix-Rennen erfolgreiche Wallach beim 30. Karrierestart und neunten Erfolg nach einer großen Kampfpartie an Wintertraum, der außen riesige Szenen hatte, vorbei. Sicher, eindreiviertel Längen – so lautete der Richterspruch. 32.000 Euro gab es als Preisgeld für Quest the Moon, der seine Gewinnsumme auf 448.780 Euro steigerte.

„Es ist mir eine besondere Freude, hier mein bestes Pferd als Sieger vom Platz zu holen“, sagte Besitzer Hans-Gerd Wernicke. „Es ist unglaublich, wie er uns immer wieder überrascht. Bei dem Wetter hatte ich nicht mit solch einem Erfolg gerechnet, auch wenn Quest the Moon weichen Boden mag. Die Nationalhymne hatte ich schon länger nicht mehr für eines meiner Pferde gehört.“

Jockey Rene Piechulek meinte: „Eigentlich ist er gut vom Start gekommen, doch als es einige Positionsgerangel gab, habe ich ihn hinten eingeparkt. Auf der Geraden hat er mir so ein geiles Gefühl gegeben. Dieses Pferd bedeutet mir alles.“ Und Trainerin Sarah Steinberg, die Lebensgefährtin von Rene Piechulek, erläuterte: „Der Regen kam uns entgehen. Es ist sagenhaft, wie er immer wieder Top-Leistungen abruft in diesem Alter. Wir haben nun einige Optionen, eine Nennung besitzt er für Baden-Baden.“

Wintertraum lief als Zweiter ebenfalls sehr gut. „Zuletzt in Italien war er verschleimt. Heute hat er wieder eine starke Leistung geboten.“ Die favorisierte Stute Egina kam spät noch auf Platz drei. „Sie hatte im Schlussbogen einen Schwächemoment, aber am Ende noch stark angepackt“, versicherte Jockey Andrasch Starke. Dicht auf waren auch die lange prominenten Daydream Express und Vorjahressieger Atoso.

Favoritensiege zu Beginn

Begonnen hatte der zweigeteilte Finaltag mit fünf nach Frankreich in die rund 13.000 Wettannahmestellen übertragenen Prüfungen, ehe es nach einer längeren Pause mit sechs Rennen weiterging.

Standesgemäß war der Auftakt durch den hochüberlegenen Sechs-Längen-Treffer der 1,4:1-Favoritin Marmara Star (Esentur Turganaaly Uulu) gegen Wazlaw und Raffinesse in einer 2.000 Meter-Konkurrenz. Trainer Bohumil Nedorostek, für den es hier blendend lief, sagte: „Sie vertritt andere Klasse. Wir haben sie langsam aufgebaut und ihr hier eine leichte Aufgabe gegeben.“

Die Favoritenwetter kamen auch in einem 2.400 Meter-Rennen zum Zuge, denn der auf 1,8:1 heruntergewettete Adlerstolz, den Peter Schiergen für den Stall Nizza des Freiburger Privatbankier Jürgen Imm vorbereitet, hatte bei seinem ersten Karrieresieg über Celestial Star und Rheinland keine Schwierigkeiten. „Wir haben es heute zum ersten Mal mit Scheuklappen versucht. Bei ihm sollte noch Luft nach oben vorhanden sein.“

Toller Einstand für Ali

Mehrfach hatte Ali (4,2:1) nicht das Glück auf seiner Seite gehabt, doch in einem 1.400 Meter-Rennen fand der vierjährige Wallach unter Martin Seidl ein passendes Rennen vor, und dies für seinen neuen Besitzer, den Stall Königsdrachen des Krefelder Präsidenten Horst Wittfeld. Ganz zuletzt schob sich der Mitfavorit noch an Duras vorbei. „Der bisherige Besitzer hatte andere Ambitionen, und Herr Wittfeld hat Ali erfreulicherweise übernommen. In Baden-Baden hatte er viel Pech gehabt, und in Frankreich war es schwerer“, berichtete Trainerin Erika Mäder.

Zu einem frühen Doppeltreffer und dem vierten Meetingssieg insgesamt kam der Hannoversche Trainer Bohumil Nedorostek in einer 1.800 Meter-Prüfung dank Son of England (4,6:1), der mit David Liska auch den nach Startverlust stark debütierenden Außenseiter Wilddieb sowie Akua’daro sicher überrollte.

Hamburger Besitzer jubeln

Mit Ally McMagic (17,5:1), die dem Hamburger Stall Rüm Hart gehört, unter Alexander Pietsch hatten in einem 1.800 Meter-Ausgleich III nur wenige Wetter gerechnet, doch sorgte die Stute nach Sword Heart am Eröffnungstag für den zweiten Meetingstreffer des Stalles Rüm Hart. „Nach den letzten beiden Formen konnte man mit ihr nicht rechnen, aber sie hat sich offenbar gefunden“, meinte ihr Betreuer Pavel Vovcenko.

Champion Thore Hammer-Hansen zeigte in einem 1.400 Meter-Ausgleich III einen bärenstarken Ritt, als er die Schimmelstute Kane Ore (5,4:1) noch gegen Noshowlikeajoeshow, Nation of Stars und Repute zum Erfolg führte. „Der Jockey hat eine schöne Spur gefunden. Auf abgetrocknetem Boden ist sie noch besser“, signalisierte Trainer Dominik Moser (Schneverdingen). Die Viererwette brachte 1.135,4:1 Euro.

Espero brilliert für das Gestüt Paschberg

In Erinnerung an die Turf-Legende war das Hein Bollow-Memorial (Ausgleich I, 20.000 Euro, 1.400 m) wurde ein weiteres Highlight des Tages gelaufen. Und Espero (4,7:1) aus dem Gestüt Paschberg in Brackel brillierte mit einem beeindruckenden Sieg nach einem Klasseritt von Lilli-Marie Engels, die Montanus und Cortado sowie die Favoritin Red Pixie souverän stehenließ. Espero markierte einen weiteren Treffer für den Bremer Coach Pavel Vovcenko. Seine Einschätzung: „Zuletzt in Köln war er schon moralischer Sieger gewesen. Heute wurde er optimal geritten. Eventuell steuern wir nun ein Listenrennen in Hoppegarten an.“

Das zum Abschluss vorgesehene Seejagdrennen war wegen behördlicher Auflagen auf die Flachbahn verlegt worden. Der Weilerswist-Trainer Christian von der Recke stellte mit Lusitanien (7:1), dem Robin Weber vorne alles bestens einteilte, und Mitchouka die beiden Erstplatzierten. Elegant Fighter belegte Rang drei.

Dr. Peter Wind: 40 Jahre Rennbahnarzt in Horn

Für sein 40-jähriges Jubiläum als Rennbahnarzt auf der Rennbahn in Hamburg-Horn wurde Dr. Peter Wind ausgezeichnet. Seit 1985 wirkt er in dieser so bedeutenden Funktion. Als Auszeichnung erhielt der allseits hochgeschätzte Mediziner unter anderem ein Schild mit der Inschrift: Dr. Peter Wind, Rennbahnarzt, auf die nächsten 40 Jahre!

Letzter Einsatz in Hamburg für Hans Römers

Seinen letzten Einsatz in der Hamburger Rennleitung hatte Hans Römers. Seit 1973 war er auf der Derby-Bahn im Dienst. Auch ihm gilt der große Dank des Hamburger Renn-Clubs.

Positives Fazit

Der Wettumsatz in den elf Rennen am Finaltag belief sich auf 353.132,15 Euro. Insgesamt flossen beim IDEE Derby-Meeting 2,89 Mio. Euro durch die Wettkassen.  Der Umsatz bewegte sich damit auf Vorjahres-Niveau. Ein großer Umsatztreiber war der World Pool, der für eine weitere Erhöhung der Erträge auch zur Förderung des deutschen Galopprennsports gesorgt hat.

Adrie de Vries und Yasmin Almenräder die Champions

Meetingschampions wurden Adrie de Vries (6 Siege) bei den Jockeys und Yasmin Almenräder (4 Siege), die Betreuerin von Derbysieger Hochkönig, bei den Trainern. Den Pressecup sicherte sich Jens Sorge von der Dresdner Morgenpost.


Quest the Moon, Sieger im Großen Preis von LOTTO Hamburg, mit Jockey Rene Piechulek und Trainerin Sarah Steinberg. (Foto: galoppfoto.de)
Quest the Moon, Sieger im Großen Preis von LOTTO Hamburg, mit Jockey Rene Piechulek und Trainerin Sarah Steinberg. (Foto: galoppfoto.de)
War extra angereist: Hans-Gerd Wernicke, Besitzer von Quest the Moon, freute sich riesig über den Gruppe-Treffer seines neun Jahre alten Wallachs. (Foto: galoppfoto.de)
War extra angereist: Hans-Gerd Wernicke, Besitzer von Quest the Moon, freute sich riesig über den Gruppe-Treffer seines neun Jahre alten Wallachs. (Foto: galoppfoto.de)
Quest the Moon – Rene Piechulek – Großer Preis von Lotto Hamburg 2025
https://www.youtube.com/watch?v=f-UxNcbbqYY
(Video: Wettstar.de)



Nina Baltromei schreibt mit Hochkönig Geschichte – Erster Triumph einer Reiterin im IDEE 156. Deutschen Derby

(Hamburg)  Die Galopprennbahn in Hamburg-Horn war am Sonntag Schauplatz von Galopp-Geschichte pur: Im bedeutendsten Rennen hierzulande, dem von Albert Darboven gesponserten IDEE 156. Deutschen Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) triumphierte vor 13.681 Zuschauern dank des dreijährigen Hengstes Hochkönig zum ersten Mal in der Historie mit Nina Baltromei, die am Montag ihren 27. Geburtstag feiert, eine Frau im Rennsattel! Die Tochter des 2012 viel zu früh verstorbenen Trainers Werner Baltromei hatte ihre Karriere als Amateurrennreiterin begonnen, gerade erst eine Ausbildung als Profi angefangen und gewann nun ihr 50. Rennen ausgerechnet im Derby! Frauenpower auf der ganzen Linie, denn mit Yasmin Almenräder (Mülheim) zeichnet eine Trainerin für den Helden von Horn verantwortlich! 

1979 hatte mit Monika Blasczyk erstmals eine Frau im Blauen Band geritten. In einem atemberaubenden Endkampf schaffte Nina Baltromei nun mit dem 19,3:1-Außenseiter Hochkönig, der dem Stall Cloverleaf von Hans Bierkämper und Bernd-Robert Gossens gehört und der aus der Zucht von Rennsportfotograf Marc Rühl und seiner Frau Gabi stammt, noch die kaum mehr für möglich gehaltene Wende gegen den schon in Sicherheit geglaubten Engländer Convergent. Hochkönig ist ein Sohn des im Gestüt Idee von Albert Darboven wirkenden Deckhengstes Polish Vulcano.

Sensationelle Aufholjagd

Unterwegs war lange nicht viel von Hochkönig zu sehen, der an viertletzter Stelle ging, während Delgardo schnell die Spitze übernommen hatte, vor Name Lord, Pompeo Dream, Zuckerhut und Convergent. Auch Lady Charlotte war dichtauf. Auf der Geraden schien Convergent lange den Sieg vor Augen zu haben, doch auf den allerletzten Metern zauberte Nina Baltromei auf Hochkönig und kam nach 2:37,10 Minuten genau rechtzeitig mit einem kurzen Kopf noch vorbei. 390.000 Euro betrug die Siegprämie für Hochkönigs Besitzer. 

Dritter wurde der Außenseiter Lazio vor dem Mitfavoriten Path of Soldier und Enzian, die in totem Rennen Platz vier belegten, vor dem Favoriten Zuckerhut auf Platz sechs. Die hochgehandelte Stute Lady Charlotte wurde Neunte. Leider musste der französische Gast The Sheriff angehalten werden, wurde sofort tierärztlich versorgt und in die Klinik gebracht. „Das Pferd wurde geröntgt. Er hat sich beide Gleichbeine gebrochen. Seine Besitzer sind mit einer Klinik in Chantilly in Verbindung“, hieß es von Seiten des Hamburger Renn-Clubs.

Stimmen:

Nina Baltromei (Reiterin von Hochkönig): „Ich weiß nicht, was ich sagen soll und möchte allen danken. Das ist atemberaubend. So viele haben mich unterstützt. Es hatte sich ein richtiger Fanclub gebildet. Noch habe ich nicht realisiert, dass ich gewonnen habe.“

Yasmin Almenräder (Trainerin von Hochkönig): „Ich habe keine Worte und bin überwältigt von Pferd und Reiterin. Nina hat das heute so unglaublich intelligent gelöst. Es gehört schon viel dazu, das zu schaffen, was sie heute erreicht hat. Hochkönig hat alles, was ein Rennpferd braucht. Mein Dank gilt auch Marc und Gabi Rühl, die ihn gezogen haben. Ich konnte nicht glauben, dass Hochkönig im Ziel vorne war. Zuerst konnte er das Tempo nicht mitgehen, aber Nina hat alles richtig gemacht. Sagenhaft, wie beide am Ende von so weit hinten noch als Sieger ins Ziel gekommen sind. Ich war vorher ganz ruhig und hatte letzte Nacht so gut geschlafen wie nie. Nennungen hat er für den Grossen Preis von Baden und den Preis von Europa, aber wir werden erst schauen, was das Pferd uns sagt.“

Albert Darboven (Derby-Sponsor): „Der Vater des Derbysiegers steht bei mir zu Hause. Mit Hochkönigs Großvater Pik König habe ich 1992 das Derby gewonnen. Das macht heute als Züchter große Freude.“

World Pool & Live-Übertragung nach Hong Kong

Das IDEE 156. Deutsches Derby und vier weitere Rennen wurden nach Hong Kong übertragen und waren in dem Wett-Eldorado in Asien zu bewetten. Das Derby war Bestandteil des vom Hong Kong Jockey-Club gemanagten World Pool. Hier werden Wettumsätze in Millionenhöhe und bisher in Deutschland unerreichte Poolgrößen erzielt. Wichtig:  Der Hamburger Renn-Club selbst bot keinen eigenen Pool für diese Rennen an – die Umsätze wurden komplett nach Hong Kong vermittelt! 27 Länder schauten beim Blauen Band zu.

HM Alchahine der Champion bei den Arabischen Vollblütern

Einer der aktuell besten Arabischen Vollblüter ist HM Alchahine aus dem La Teste-Stall von Elisabeth Bernard, der im erstmals in Hamburg ausgetragenen The President of the United Arab Emirates Cup (Listenrennen, 250.000 Euro, 1.600 m) in großer Manier seiner Rolle als 1,6:1-Favorit vor Al Wahrah und Al Zeer gerecht wurde. Siegreiter Cristian Demuro: „Er hatte schon bewiesen, dass er ein Champion der Arabischen Vollblüter ist.“

Deutscher Triumph nach packendem Finale durch Santagada

Natürlich war das Rahmenprogramm am Derby-Tag grandios. Im ersten Grupperennen des Tages, der Japan Racing Association Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) gab es einen ungemein packenden Endkampf, aus dem die von Peter Schiergen für das Gestüt Park Wiedingen vorbereitete Santagada (3:1) als knappe Gewinnerin gegen die favorisierte Godolphin-Lady Ilda Rosa hervorging.

Erst auf den allerletzten Metern wurde der dritte Gruppe-Coup der dreijährigen Soldier Hollow-Tochter Santagada unter Andrasch Starke perfekt, die sich noch mit einem Hals an der kurz in Sicherheit geglaubten Ilda Rosa vorbeischob.

Blickrichtung Preis der Diana

„Ich bin überrascht, wie stark Santagada auch gegen die älteren Stuten hier aufgelegt war. Ich hätte mir noch mehr Tempo gewünscht, wir waren unterwegs eigentlich zu weit hinten. Wie sie angezogen hat, war toll“, erklärte Andrasch Starke. „Sie war schon in den 1.000 Guineas stark gelaufen. Nun steuern wir den Preis der Diana an“, versicherte Trainer Peter Schiergen. Und Besitzer und Züchter Helmut von Finck meinte: „In den Guineas war der Rennverlauf unglücklich für sie gewesen. Auch heute kam Santagada von weit hinten. Trotz zwei Kilo mehr als Ilda Rosa packte sie noch so groß an. Längere Wege sind von Vorteil.“

Die Französin Ilda Rosa, die dem Scheich Mohammed-Erfolgsstall Godolphin gehört, unterlag in allen Ehren. Sie hatte den Triumph schon vor Augen. „Die Stute lief sehr gut, wir waren nur von einer erstklassigen Konkurrentin geschlagen“, berichtete ihr Jockey Cristian Demuro. Quebec packte als Dritte vor Rennstall Darbovens Koffi Kick noch prächtig an. Im Endkampf war Ilda Rosa in die Spur von Quebec geraten, die Koffi Kick dadurch ins Gehege kam, doch da diese Behinderung wohl keinen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hatte, beließ es die Rennleitung bei einer Überprüfung.

Kunststück von Nyra

Es war ein ganz besonderes Kunststück, das die von Waldemar Hickst für den in Köln ansässigen und heute dort weilenden Züchter und Besitzer Dr. Christoph Berglar trainierte Nyra (3,7:1), benannt nach der New York Racing Association, im Best Place Immobilien Hamburger Stutenpreis (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m) auf den Rasen zauberte. Denn in diesem Highlight landete die Isfahan-Tochter ihren ersten Erfolg überhaupt. Kurz vor der Ziellinie drehte die von Thore Hammer-Hansen bravourös gerittene Favoritin noch das Blatt mit Kopf-Vorteil gegen die an der Spitze nie nachlassende Innora. 

„Eine sehr starke Stute, die noch sehr unreif war und nun im Preis der Diana zu den Mitfavoritinnen gehören sollte“, glaubte Nyras Jockey Thore Hammer-Hansen. „Ihre letzte Form war schon sehr gut, daher musste sie eine erste Chance haben. Sie ist ausgesprochen konstant“, sagte ihr Betreuer Waldemar Hickst.  Innora schien lange gewinnen zu gewinnen. „Sie ist super gelaufen, zumal sie nach ihrem letzten Rennen hatte aussetzen müssen. Wir nehmen nun die Diana in Angriff“, so Trainer Henk Grewe. Deutlicher zurück eroberte Ruby Lips Rang drei gegen Starlight Lips.

Hickst-Festspiele gehen weiter

Die Festspiele von Trainer Waldemar Hickst gingen auch im Hapag-Lloyd-Rennen – BBAG Auktionsrennen (52.000 Euro, 2.200 m) weiter. Ziemlich überraschend kam Gestüt Ittlingens Elano (13,7:1) mit Jockey Leon Wolff zu einem ausgesprochen leichten Sieg vor Nordstar und Luna. „Ich hatte mit einer guten Vorstellung, aber nicht mit einem Erfolg gerechnet, aber Leon hat ihn richtig gut geritten“, erläuterte der Kölner Coach.

Die weite Reise aus Iffezheim sollte sich für Leonello (3,7:1) aus dem Stall von Gordan Batistic so richtig lohnen, denn der Mitfavorit war in einem Ausgleich II über weite 3.200 Meter unter Adrie de Vries von Cabot Cliffs, Deutschlands bestem Hindernispferd, und Almenkönig nicht zu beeindrucken.

Nächster Park Wiedingen-Triumph

Eine makellose Bilanz besitzt weiterhin Gestüt Park Wiedingens Dragon Magic (5,5:1), denn nach dem Debüt-Treffer in Iffezheim schnappte sich der von Yasmin Almenräder in Mülheim vorbereitete Soldier Hollow-Sohn, der einen weiteren Top-Sieg für die Soltauer Zuchtstätte markierte, auch das Rudolf-August Oetker-Gedächtnisrennen – BBAG Auktionsrennen (52.000 Euro, 1.800 m). 

Adrie de Vries schlüpfte bei einem wahren Meisterritt mit dem Co-Favoriten innen durch und verdrängte die Außenseiterinnen Bacarda und Lady Sahara sowie die sehr unglücklich agierende Favoritin Royal Spirit. Die Viererwette bezahlte 6.593:1 Euro.

„Wir hatten trotz der ungünstigen Startbox eine gute Lage hinter der Favoritin. Als innen Platz war, hat er schnell Boden gutgemacht. Natürlich hatten wir auch Glück“, kommentierte Dragon Magics Reiter Adrie de Vries, der sich auch das HKJC World Pool Handicap (Ausgleich III, 18.000 Euro, 1.600 m) mit der Fährhoferin Wacadia (16:1) für Trainer Andreas Wöhler sicherte. Viel Geld gab es im Sparkasse Holstein-Rennen (Ausgleich III, 18.000 Euro, 1.800 m) auch auf Roland Dzubasz‘ Night Empress (27:1).

Die nächste Überraschung war in einem Ausgleich II (22.000 Euro, 2.200 m) fällig, als Sarah Steinbergs Archie (12;3:1) Start-Ziel mit Imaran, Garvey und Lathraea weitere Außenseiter hinter sich ließ. 15.623,9:1 Euro gab es in der Viererwette.

Im abschließenden Ausgleich II (22.000 Euro, 1.600 m) ließ Bohumil Nedorosteks Windfang (7:1) an der Pole-Position vor Velato, Backes und Russian Sochi nichts anbrennen. Nicht getroffen wurde die Viererwette.

Umgerechnet 15.044.747 Euro wurden in den fünf Rennen des World Pools auf Hamburg gewettet. Der deutsche Wettumsatz in den zwölf Prüfungen am Derby-Tag betrug 1.575.259,56 Euro.

Nächster Renntag bereits am Montag

Fortgesetzt wird das IDEE Derby-Meeting bereits am morgigen Montag, 07. Juli. An diesem Tag steht eine Matinee mit fünf Rennen an, der erste Start erfolgt um 11:38 Uhr.


Überglücklich und stolz auf Hochkönig - Nina Baltromei hat mit dem dreijährigen Hengst von Polish Vulcano Geschichte geschrieben und als erste Frau überhaupt das Derby gewonnen - es war das IDEE 156. Deutsche Derby in Hamburg-Horn. (Foto: galoppfoto.de)
Überglücklich und stolz auf Hochkönig – Nina Baltromei hat mit dem dreijährigen Hengst von Polish Vulcano Geschichte geschrieben und als erste Frau überhaupt das Derby gewonnen – es war das IDEE 156. Deutsche Derby in Hamburg-Horn. (Foto: galoppfoto.de)
Auf den letzten Metern war es ein hochspannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Hochkönig mit Nina Baltromei und dem knapp geschlagenen Convergent mit Clifford Lee. (Foto: galoppfoto.de)
Auf den letzten Metern war es ein hochspannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Hochkönig mit Nina Baltromei und dem knapp geschlagenen Convergent mit Clifford Lee. (Foto: galoppfoto.de)
IDEE 156 Deutsches Derby Hamburg – Hochkönig und Nina Baltromei schreiben Geschichte….
https://www.youtube.com/watch?v=qfcbY-njq5M
(Video: Wettstar.de)



Zwei weitere Tage Hochspannung am Montag und Dienstag – Galopp-Matinee am Tag 1 nach dem IDEE 156. Deutschen Derby

(Hamburg)  2025 ist alles anders, denn auch nach dem IDEE 156. Deutschen Derby ist lange noch nicht Schluss beim IDEE Derby-Meeting auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn. Am Montag, 7. Juli, geht es nahtlos weiter mit einer Matinee. Fünf Rennen werden an diesem Tag ausgetragen, PMU überträgt die Rennen nach Frankreich. Der erste Start erfolgt bereits um 11:38 Uhr.

Ein Ausgleich III über kurze 1.200 Meter steht im Zentrum des Geschehens. Dr. Rüdiger Stein-Schomburg aus Bargfeld möchte hier mit Steve Blake (Melina Ehm) nach dem Erfolg im vergangenen Jahr erneut in Horn punkten. Aber auch der Stall Winterhude, zu dem auch Rennbahnarzt Dr. Peter Wind gehört, bietet mit Arika (Anna van den Troost) ein sehr chancenreiches Pferd auf.

Natürlich kommen auch die Wetter auf ihre Kosten. Die Viererwette mit einer Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro wird im 5. Rennen (Ausgleich IV, 1.600 m) ausgespielt. 

Top-Finale des IDEE Derby-Meetings mit dem Grossen Preis von Lotto Hamburg

Und dann steht das Finale des IDEE Derby-Meetings am Dienstag, 8. Juli 2025 auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn mit einem absoluten Hochkaräter an: Der Grosse Preis von Lotto Hamburg (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m) lockt noch einmal vierbeinige Asse in die Hansestadt. Die junge Lilli-Marie Engels möchte mit Atoso ihren Überraschungssieg aus 2024 wiederholen. Doch mit Quest the Moon (Rene Piechulek), der Klassestute Egina (A. Starke), dem Dreijährigen Eagle Emblem (Michael Cadeddu) und weiteren Assen wird die Titelverteidigung nicht einfach.

Zum Abschluss geht man in Hamburg nochmals in die Vollen – zehn Rennen umfasst das Programm. Zunächst präsentiert man fünf Rennen ab 11:38 Uhr (mit PMU-Begleitung) bis 13:50 Uhr, danach gibt es eine Pause, ehe ab 16:35 Uhr die weiteren fünf Rennen gelaufen werden.

Aus dem Rahmenprogramm ragt ein mit 20.000 Euro dotierter Ausgleich I über 1.400 Meter heraus. Das unweit von Hamburg gelegene Gestüt Paschberg setzt hier auf Espero (Lilli-Marie Engels).

Die Viererwette mit Garantie-Ausschüttungen von jeweils 10.000 Euro wird im 7. Rennen (Ausgleich III, 1.400 m) und im 10. Rennen (Ausgleich IV, 2.200 m) angeboten. 10.000 Euro sind in der V4-Wette in den Rennen 6 bis 9 zu gewinnen.


Gewannen 2024 den Großen Preis von Lotto Hamburg - Atoso mit Lilli-Marie Engels und Trainerin Sarka Schütz. (Foto: galoppfoto.de)
Gewannen 2024 den Großen Preis von Lotto Hamburg – Atoso mit Lilli-Marie Engels und Trainerin Sarka Schütz. (Foto: galoppfoto.de)



Kooperation Hamburger Rennclub e.V. und Hamburger Tafel e.V.

(Hamburg)  Die Mitglieder des Hamburger Renn-Clubs e.V. wollen auch in diesem Jahr die Erfolgsgeschichte des Deutschen Derbys fortschreiben und gleichzeitig deutlich machen, dass der Galopprennsport als Volkssportart auch außerhalb der Rennbahn Großes bewegen kann. Aus diesem Grund wird der HRC in diesem Jahr ein soziales Projekt aktiv unterstützen und im Rahmen der Renntage eine möglichst große Bühne bieten. 

„Zahlreiche unserer Mitglieder engagieren sich rund um die Derby-Woche ehrenamtlich und kennen die Freuden und Entbehrungen einer solchen Tätigkeit. Daher würden wir gerne die über 250 ehrenamtlichen Helfer/innen der Hamburger Tafel e.V. samt deren Familien am wichtigsten Tag des Jahres zu uns einladen“, so Präsident Hans-Ludolf Matthiessen. Die herausragende Tätigkeit aller Helfer im Dienste der Hamburger Gesellschaft soll somit gewürdigt werden. Gleichzeitig sollen Besucher und Zuschauer an allen Meetingtagen mehr über die Arbeit der Hamburger Tafel e.V. erfahren.

Tafel Geschäftsführer Jan-Henrik Hellwege: “Wir freuen uns von Herzen, dass der Hamburger Rennclub e.V. unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen sogar mit Ihren Familien zu diesem Hamburger Kult-Event kostenfrei einlädt. Das wir die Arbeit der Hamburger Tafel e.V. bei dieser großartigen Veranstaltung präsentieren dürfen, um für Spenden zu werben, ist eine tolle Chance. Denn Spenden für die Hamburger Tafel e.V. sind für die Bedürftigen in Hamburg immer ein Gewinn“

Über die Hamburger Tafel e.V.

Die Hamburger Tafel e.V. (1994 von der verstorbenen Ehrenvorsitzenden Annemarie Dose gegründet) unterstützt Bedürftige mit Nahrungsmitteln, die nicht mehr für den Verkauf vorgesehen sind. Der Verein sammelt diese Lebensmittel ein und beliefert  Kooperationspartner. 31 soziale Einrichtungen, die Lebensmittel-Ausgabestellen betreiben, werden versorgt. Etwa 65 weitere Einrichtungen erhalten von der Hamburger Tafel regelmäßig Lebensmittel. Über 200 Betriebe werden insgesamt über 600 Mal von 16 Fahrzeugen (Lieferwagen mit Kühleinrichtung) angefahren. Die durchschnittliche wöchentliche Kilometerleistung aller 16 Tafel-Autos beträgt rund 3000 km. Allein die Ausgabestellen versorgen pro Woche 30.000 Bedürftige. Über 90 Tonnen Lebensmittel verteilt die Hamburger Tafel pro Woche.

Die Hamburger Tafel unterstützt auch die Tafeln in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Waren. 

Alle Besucher der Hamburger Derbywoche sind herzlich eingeladen, dieses großartige Projekt mit einer Spende zu unterstützen und/oder sich selbst ehrenamtlich zu engagieren. Alle Informationen zur Hamburger Tafel e.V. finden Sie unter https://hamburger-tafel.de

Spenden werden gerne unter folgendem Konto entgegengenommen:

IBAN DE65 2005 0550 1217 1305 15


Am Derby-Sonntag auf die Rennbahn - der Hamburger Renn-Club e.V. lädt die Helfer/innen der Hamburg Tafel e.V. mitsamt Familie nach Horn ein. (Symbolbild: wettstar/marcruehl.com)
Am Derby-Sonntag auf die Rennbahn – der Hamburger Renn-Club e.V. lädt die Helfer/innen der Hamburg Tafel e.V. mitsamt Familie nach Horn ein. (Symbolbild: wettstar/marcruehl.com)



Erster Renntag erfolgreich – Trinity College für IDEE 156. Deutsches Derby nachgenannt

(Hamburg)  Pünktlich zur Mittagszeit war die Derbyliste fertig: 21 Pferde stehen für das IDEE 156. Deutsche Derby noch auf der Startliste, einer kam am Montag hinzu: Trinity College, drei Jahre alter Hengst von Dubawi, aus der Zucht des berühmten Coolmore Stud. Trinity College`s Handicap-Marke ist mit 96, 5 die höchste aller Derbykandidaten im Jahrgang 2025. Und für seinen Trainer ist es nicht der erste Versuch, in Deutschland ein hochklassiges Rennen zu gewinnen – gelungen ist es dem renommierten Trainer Aidan O`Brien allerdings bislang noch nicht.

Als Vierter des französischen Derbys (Prix du Jockey Club, Chantilly) am 1. Juni fällt der von O`Brien trainierte Hengst in die Liste jener Pferde, die aufgrund ihrer Platzierungen in ausgewählten Rennen ohne die 65.000 Euro teure Nachnenngebühr ins Derby-Feld einrücken dürfen. Maximal 20 Pferde können am Sonntag 6. Juli, im wichtigsten Rennen des Jahres, dem IDEE 156. Deutschen Derby, an den Start gehen. Das Preisgeld beträgt 650.000 Euro.

Auftakt des IDEE Derby-Meeting – sportlich und wirtschaftlich positiv

Dem ersten Renntag gaben Veranstalter und Aktive gute Noten: das Geläuf weder weich noch hart, sondern elastisch und gut durchwurzelt, ermöglichte schnelle Rennen. Und die kamen bei mehr als 5000 Besuchern und Besucherinnen bei feinstem Sommerwetter gut an. Johann-Heinrich Riekers, Schatzmeister des Hamburger Renn-Clubs e.V., registrierte erfreut fast 400.000 Euro Wettumsatz. “Das ist seit 2018 der bisher beste Bahnumsatz an einem ersten Renntag,” so Riekers. Und der Schatzmeister war erfreut über den Zustrom,  die Verweildauer und die fröhliche Stimmung im Publikum von der Picknickwiese am NH-Hotel bis auf der Tribüne und dem Marktplatz.

Volker Linde, Stellvertr. Vorsitzender des Hamburger Renn-Clubs e.V. äußerte sich ebenfalls zufrieden: “Wir hatten tatsächlich einen guten Renntag, der genau im Maß der guten Renntage in ganz Deutschland lag. Genutzt wurde die Innenbahn bis auf das Hauptrennen.. Das bedeutet auch, dass das Hauptgeläuf für das kommende Wochenende in einem völlig abnutzungsfreien Zustand ist. Die Geläufwerte werden an den rennfreien Tagen täglich auf der website von Deutscher Galopp veröffentlicht.”

Spannung wächst vor dem Horn-Wochenende

Dem kommenden Wochenende sehen die Veranstalter mit Spannung entgegen. “So viele Blacktype Stakes Rennen geballt am Samstag und Sonntag hatten wir bislang noch nicht”, unterstreicht Volker Linde. Am Samstag, 5. Juli, wird bereits der mit 70.000 Euro dotierte WETTSTAR.de –  Grosser Hansa-Preis ausgetragen, außerdem der mit 40.000 Euro dotierte Hamburger Flieger-Preis über die Sprint-Distanz von 1.200 Metern. Für die Ausdauer-Athleten ist der My-bed.eu – Langer Hamburger (25.000 Euro) das Ziel – das älteste Rennen des IDEE Derby-Meetings über 3.200 Meter.

Der Derby-Sonntag glänzt mit gleich drei Gruppe-Rennen: dem IDEE 156. Deutschen Derby (650.000 Euro) dem Hamburger Stutenpreis (55.000 Euro) und der Hamburger Stutenmeile (55.000 Euro). Dazu gesellen sich die beiden prestigeträchtigen und mit jeweils 52.000 Euro dotierten BBAG-Auktionsrennen: das Rudolf August Oetker Gedächtnisrennen (1.600 Meter) und das Hapag Lloyd-Rennen (2.200 Meter). Eine Besonderheit ist die Rückkehr eines Araber-Rennens nach Hamburg – der mit 250.000 Euro dotierte The President of the United Arab Emirates Cup, für das acht Nennungen aus Frankreich, England und den Niederlanden eintrafen.

Aktualisierte Rangliste nach Handicapmarke der Pferde zum IDEE 156. Deutschen Derby:

1 Trinity College       96,5

2 Zuckerhut             95,0

3 Juwelier                94,5

4 Path of Soldier     94,5

5 Hochkönig            94,0

6 Lazio                     94,0

7 Lady Charlotte     92,5

8 Convergent           92,0

9 Pompeo Dream    92,0

10 Zauberkönig       92,0

11 Nightime Dancer 91,5

12 Delgardo             91,0

13 Abando                90,5

14 Name Lord          90,0

15 Sedano                90,0

16 Waldnebel           88,5

17 The Sheriff           88,0

18 Amico                  88,0

19 Enzian                  83,0

20 Zakopane           83,0

21 Düx                       81,0


Sommerlicher Auftakt auf der Rennbahn Hamburg-Horn: Insbesondere die Stuten wurden am 1. Renntag in Hamburg gefeiert. (Foto: galoppfoto.de)
Sommerlicher Auftakt auf der Rennbahn Hamburg-Horn: Insbesondere die Stuten wurden am 1. Renntag in Hamburg gefeiert. (Foto: galoppfoto.de)



Favoritensieg durch North Reliance im Sparkasse Holstein – Hamburger Stuten Cup

(Hamburg)  Bei perfektem Sommerwetter strahlen die Favoritenwetter nach dem Highlight am Auftakt-Sonntag des IDEE Derby-Meetings 2025 auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn wie die Sonne: Die bei einer Quote von 3:1 am Totalisator am höchsten gehandelte fünfjährige Stute North Reliance feierte im Sparkasse Holstein – Hamburger Stuten Cup (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) einen vielfach erwarteten Triumph. Jockey Thore Hammer-Hansen führte die von Marcel Weiß in Mülheim für Michael Wachowitz trainierte Schimmellady vor 5.364 Zuschauern zum mit 15.000 Euro honorierten Treffer.

Bis in die Zielgerade hinein führte Diamond Crown vor Weltbeste, Avola und der späteren Gewinnerin. Kurz sprach einiges für Weltbeste, die Schwester der beiden Derbysieger Windstoß und Weltstar, doch die aus der Zucht des Gestüts Wittekindshof stammende Reliable Man-Tochter North Reliance entwickelte an der Außenseite den größten Schwung und kam noch sicher mit eineinviertel Längen zum dritten Karrieresieg beim 14. Start für die auch schon auf Gruppe-Ebene profilierte Pferdedame.

„Mein erster Sieg in Hamburg“

„Es ist mein erster Sieg in Hamburg. Etwas Schöneres gibt es nicht“, freute sich Besitzer Michael Wachowitz. Jockey Thore Hammer-Hansen sagte: „Wir hatten ein optimales Rennen direkt hinter der Spitze. Sie hat sich unterwegs gut beruhigt und ist auf der Geraden immer weitergaloppiert.“ 

Trainer Marcel Weiß ergänzte: „Das war ein Super-Rennverlauf. Wir haben North Reliance heute etwas offensiver reiten lassen, wobei der Jockey keine große Order brauchte. Eventuell steuern wir nun ein Rennen in Frankreich an.“

Sehr stark hielt sich Weltbeste als Zweite. „Einen Moment hatten wir angefangen vom Sieg zu träumen, aber sie ist erneut ihre Form ausgelaufen“, meinte ihr Betreuer Maxim Pecheur. Auch Avola lief als Dritte gut, während die hochgehandelte Diamond Crown am Ende beim ersten Saisonstart als Vierte passen musste. Die anderen Kandidatinnen hatten in dem Top-Event am Sparkasse Holstein-Familienrenntag keine Möglichkeit. 

Großes Vertrauen gerechtfertigt

Volles Vertrauen war in der einleitenden 1.400 Meter-Prüfung für zweijährige Pferde mit Seguro (2,3:1) gegangen, den der Kölner Trainer Andreas Suborics zum ersten Mal für aufgeboten hatte. Und der im Besitz des Stalles Simply Red stehende Hoffnungsträger wehrte die ebenfalls erstmals angetretene Röttgenerin Alsterperle und Asalet locker ab. „Ein sehr gutes Pferd, das Andreas Suborics toll vorbereitet hatte“, berichtete Siegreiter Hugo Boutin.

Prominente Farben vorne

Die Farben von Darius Racing und Michael Motschmann sind natürlich gerade in Hamburg spätestens seit dem Derbysieg von Sisfahan 2021 bestens bekannt, und in einem 2.200 Meter-Rennen feierten diese hochengagierten Besitzer nun einen Außenseiter-Erfolg durch Asmira (7,8:1). Thore Hammer-Hansen bescherte ihr noch einen sehr sicheren Vorteil gegenüber Embargo, San Fantasma und dem etwas enttäuschenden Favoriten Sullyvan. „Sie war beim ersten Start noch sehr unreif, nun hatte sie sich weiter verbessert“, sagte der Siegreiter über die noch mit einer Diana-Nennung ausgestattete Asmira.

Frauenpower durch Baltromei und Engels

Im IDEE 156. Deutschen Derby wird die junge Amazone Nina Baltromei mit Hochkönig einen der Mitfavoriten steuern. Mit Cuban Lynx (2,7:1), der in einem 1.600 Meter-Handicap für die niederländische Erfolgstrainerin Romy van der Meulen, den zweiten Treffer in Folge landete, zeichnete sie sich nun schon eine Woche vorher aus. Ihre Kollegin Lilli-Marie Engels hatte zuvor in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV mit Sword Heart (21,4:1) eine große Außenseiterin zum Erfolg geritten.

Nach einem Sturz vor dem vierten Rennen, als sein Pferd zurückgezogen werden musste, zeigte sich Nachwuchsreiter Senan MacRedmond gleich bei nächster Gelegenheit in einem 1.800 Meter-Ausgleich III wieder topfit, als er Cherub Rock (3,1:1) den vierten Treffer in diesem Jahr bescherte. „Dieses Pferd ist sehr angenehm zu trainieren, aber eine solche Serie hätte ich nie erwartet“, signalisierte ihr Betreuer Gunter Richter (Hoppegarten), der sich ein Extra-Kompliment verdient hat.

Starker Ritt von Starke

Es kommt nicht oft vor, dass ein Pferd, das Deutschlands Top-Jockey Andrasch Starke reitet, 11,5:1 Euro auf Sieg bezahlt, aber Gesa aus dem Krefelder Stall von Marian Xaver Weißmeier hatten im 1.800 Meter-Ausgleich II, der unter dem Motto Young Turf Day Trophy stand, nur wenige Wetter auf ihrem Schein. Nach einem tollen Endspurt zwang die Stute jedoch Blömche, Lightning Jock und Kaviar in die Knie. Die Viererwette kletterte auf 12.005,8:1 Euro. Voll wurde es bei der Siegerehrung mit zahlreichen Vertretern der jungen Dachverbände.

Der in Möser bei Magdeburg ansässige Trainer Frank Fuhrmann hatte sechs Pferde in den 1.200 Meter-Ausgleich IV geschickt, und mit Mandy’s Girl (10:1), die unter Concetto Santangelo Start-Ziel ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholte, und Tommorah stellte er die beiden Erstplatzierten. Olga Gold und Orda vervollständigten die Viererwette, die 11.919,6:1 Euro brachte. Das Rennen stand unter dem Patronat von planzmich.de, verantwortlich für den tollen Blumenschmuck auf der Horner Anlage. Die V4-Wette bezahlte 9.521,4:1 Euro.

Fast 400.000 Euro – starker Umsatz zum Auftakt des IDEE Derby-Meetings

Auch der Wettumsatz am Eröffnungstag des IDEE Derby-Meetings konnte sich sehen lassen – 399.693,57 Euro flossen in den zehn Rennen durch die Kassen. Davon wurden 141.985 Euro auf der Rennbahn erzielt. Insgesamt bedeutete dieses Wettaufkommen ein Plus von 14,4 Prozent gegenüber 2024. Die Bahnwette lag sogar um 54,1 Prozent im Plus, wobei vor zwölf Monaten das Wetter nicht mitgespielt hatte. 

Hans-Ludolf Matthiessen, Erster Vorsitzender des Hamburger Renn-Clubs, in einem ersten Fazit: „Das war ein verheißungsvoller Auftakt und schöner Erfolg. Der Wettergott war uns diesmal gnädiger gestimmt. Wir hatten heute den höchsten Umsatz am Eröffnungstag des Meetings der letzten acht Jahre.“

Unfall im achten Rennen

Im achten Rennen des ersten Meeting-Tages kam es im Horner Bogen zu einem Unfall ohne Fremdeinwirkung. Dabei erlitt die Stute Tonya schwere Verletzungen. Aufgrund der ungünstigen Prognose haben die Tierärzte entschieden, das Pferd von weiterem Leid zu erlösen. Jockey Wladimir Panov wurde ebenfalls ärztlich betreut und blieb glücklicherweise unverletzt. 

Nächster Renntag am Samstag

Der nächste Renntag des bis zum 8. Juli dauernden IDEE Derby-Meetings ist der Samstag, 05. Juli. An diesem Tag stehen voraussichtlich elf Prüfungen rund um den WETTSTAR.de – Grosser Hansa-Preis (Gruppe II) an. Das IDEE 156. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro) wird am dritten Meetingstag, dem 6. Juli (Sonntag) gestartet.


Mit North Reliance unter Thore Hammer-Hansen gewinnt zum dritten Mal in Folge eine Schimmelstute den Sparkasse Holstein - Hamburger Stute Cup. Zuvor triumphierten Three Havannas (2024) und Alpenblume (2023). (Foto: galoppfoto.de)
Mit North Reliance unter Thore Hammer-Hansen gewinnt zum dritten Mal in Folge eine Schimmelstute den Sparkasse Holstein – Hamburger Stute Cup. Zuvor triumphierten Three Havannas (2024) und Alpenblume (2023). (Foto: galoppfoto.de)

North Reliance -Thore Hammer Hansen – Sparkasse Holstein Cup – https://www.youtube.com/watch?v=Nb4XuAYvqUw – (Video von Wettstar.de)