Frieda Jurisch gewinnt Boocker Derby – Ulf Ebel das Punktespringen

Frieda Jurisch gewinnt Boocker Derby - Ulf Ebel das Punktespringen

(Boock) Frieda Jurisch ist noch ziemlich jung – gerade mal eine knappe Woche ist ihr Medaillengewinn bei den Landesmeisterschaften Springen in Redefin in der Altersklasse Children her. Abgekürzt wird das auch mit U14, bezieht sich also auf Reiter/innen, die im laufenden Kalenderjahr nicht älter als 14 Jahre werden. Eben diese junge Frieda Jurisch hat beim Pferdefestival Stettiner Haff mit dem 14 Jahre alten Schimmel Curt AS das Boocker Derby gewonnen.

 

Schon einmal war die junge Reiterin aus Schmarsow dicht dran, allerdings wurde es vor zwei Jahren in der Springprüfung Kl. A** mit Stechen über naturnahe Hindernisse der zweite Platz. Im Stechen, dass vier Paare erreichten blieb Frieda mit der westfälischen Wallach fehlerfrei in sagenhaften 37,50 Sekunden und damit mehr als sechs Sekunden schneller als die zweitplatzierte Pia Bertram Miedke aus Voddow mit der mecklenburger Schimmelstute Bellentina. Nur diese beiden Paare blieben im Stechen fehlerfrei. Früh übt sich eben auch, wer vielleicht mal das Derby in Hamburg-Flottbek anvisieren möchte…

 

 

Ulf Ebel vorn, Derbypferd auf Platz zwei und der GP-Titelverteidiger ist da

Allerfeinstes Wetter sorgte am zweiten Turniertag für sehr gute Laune, viel Besuch und spannenden Sport. Das schwerste Springen des Tages, eine Punktespringprüfung Kl. S* gewann Ulf Ebel aus Polzow mit der Mecklenburger Stute Chaccolina. Damit hat der Springreiter wenig überraschend die am Freitag begonnene Erfolgsserie fortgesetzt. Zweiter wurde ein erfolgreiches Derbypferd – Baltasar, 15 Jahre alter Mecklenburger Wallach konnte 2024 in Hamburgs berühmten Kurs einen glänzenden Eindruck hinterlassen mit Stefan Hentschel (Penzlin) im Sattel und “schnurrte” auch in Boock souverän durch die Punktespringprüfung. Komplettiert wurde die Riege der Top-Drei durch Hannes Prehl (Putbus) mit der zehn Jahre alten Holsteiner Stute Hopitu. Direkt dahinter reihte sich übrigens der Vorjahressieger im Großen Preis ein – Olaf Jürgens (Polzow) mit seinem Boritas Bay. 

 

Kostüme, Kostüme…

Das ungewöhnlichste Springen ist beim Pferdefestival das Kostümspringen. Da wird alles zusammengesucht, geliehen und abgewandelt, was dazu geeignet ist eine richtig gute Verkleidung abzugeben. Dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt und in den vergangenen Tagen dürften in dem ein oder anderen Haushalt eventuell Stoffbestände “geplündert” worden sein. Oder das Faschingskostüm aus dem letzten Jahr wurde umfunktioniert. Sportlich ist es schnell, das Kostümspringen, optisch ein sagenhafter Hingucker – also wenn z.B. Superman samt Superman-Pferd dahin saust. Schnellstes Paar waren Jasmin Bugk aus Prenzlau und ihre DSP-Stute Coralie – tadellose Runde in 50,52 Sekunden!

 

 

Ergebnisübersicht Pferdefestival Stettiner Haff

7 Stilspringprüfung Kl.L 110cm, Preis d. Ehrenamtsstiftung MV, Preis d. Friseur Naturel

  1. Luisa Kaminski (Plöwen ) auf Derbys dream 8.50
  2. Klara Reichardt (Priborn ) auf Kash 2 8.30
  3. Marie Gürtler (Templin ) auf Chadria 8.20
  4. Amelie Kutsch (Torgelow ) auf Cleiner Muck VL 8.10
  5. Elli Gruhlke (Ramin ) auf Levito 21 8.10
  6. Lea Harke (Ahlbeck ) auf Call of Duty van de Bosweg Z 8.00

8 Springprüfung Kl.L 115cm, Preis d. Dr. Neubert Stiftung, Preis d. Riebe Immobilien GmbH

  1. Emilie Kruck (Brunn ) auf Hickstar 0.00 / 52.49
  2. Luise Jürgens (Polzow ) auf Adelino M 0.00 / 52.82
  3. Luisa Kaminski (Plöwen ) auf Derbys dream 0.00 / 53.57
  4. Julia Brummund (Mönkebude ) auf Londrina 4 0.00 / 54.03
  5. Amelie Kutsch (Torgelow ) auf Cleiner Muck VL 0.00 / 54.68
  6. Martin Kühl (Rossow) auf Lecester 0.00 / 56.32

9 Springprüfung Kl.M* 125cm, Preis d. Familie Jacubiec, Preis d. Familie Müller

  1. Amelie Kutsch (Torgelow ) auf Denise 126 0.00 / 58.83
  2. Florian Villwock (Tempel ) auf Vinnypeach 0.00 / 60.81
  3. Stefan Hentschel (Penzlin ) auf Baltasar 13 0.00 / 61.14
  4. Thomas Schröter (Nordwestuckermark ) auf Messil 0.00 / 61.14
  5. Danila Schröter (Nordwestuckermark ) auf Alaskin 0.00 / 63.55
  6. Julian Sass (Zerrenthin ) auf Casemiro 2 0.00 / 64.73

10 Stilspringprüfung Kl.E 80cm, Parcoursbesichtigung zu Pferd, Preis d. BePe Immobilien, Preis v. Bianca Giese und Ute Hoffmann

  1. Emma Ebel (Polzow ) auf One For All Ixes 8.50
  2. Enie Raguse (Torgelow ) auf Pablo’s Little Love 7.70
  3. Caroline Seibt (Glienicke ) auf Uriel 20 7.50
  4. Fee Fredrich (Schwedt ) auf Arieva 7.30
  5. Sophia Milz (Grambow) auf Mara 422 7.30

 

11 Punktespringprüfung Kl.S* 140cm, Preis d. Dachbleche 24

  1. Ulf Ebel (Polzow ) auf Chaccolina 7 78.00 / 58.73
  2. Stefan Hentschel (Penzlin ) auf Baltasar 13 78.00 / 59.18
  3. Hannes Prehl (Putbus ) auf Hopitu 78.00 / 60.36
  4. Olaf Jürgens (Polzow ) auf Boritas Bay 78.00 / 60.69
  5. Anna Ebel-Jürgens (Polzow ) auf Baltic Balou 78.00 / 63.01
  6. Thomas Schröter (Nordwestuckermark ) auf Mero 8 78.00 / 67.70

12 Springprfg.m.steigenden Anforderungen Kl.A* 90cm, Kostümspringen, Preis d. Reisebüro Pasewalk, Autohaus Pasewalk, Preis d. Tierarztpraxis „am Tierheim“

  1. Jasmin Bugk (Prenzlau ) auf Coralie 55 0.00 / 50.52
  2. Lea Kuna (Hintersee ) auf Mona Lisa 396 0.00 / 53.90
  3. Sophie Feldt (Kiel ) auf Sun 8 0.00 / 54.80
  4. Pia Bertram Miedke (Voddow ) auf Bellentina 0.00 / 55.89
  5. Amelie Michael (Schwedt ) auf Questino 0.00 / 56.86
  6. Deborah Nirtl (Zerrenthin ) auf Ramoss 0.00 / 58.27

13 Springprfg.Kl.A** m.St. Derby-Springprüfung 105cm, Preis d. „Hotel Am Park“

  1. Frieda Jurisch (Schmarsow ) auf Curt AS *0.00 / 37.50
  2. Pia Bertram Miedke (Voddow ) auf Bellentina *0.00 / 44.18
  3. Andreas Krentz (Plöwen ) auf Cobayashi 2 *4.00 / 43.96
  4. Gustav Pietsch (Woldegk ) auf Yakari 47 *8.00 / 42.65
  5. Lars Gall (Ueckermünde ) auf Chaccomo 8 4.00 / 101.15
  6. Susan Harloff Lanske (Trassenheide ) auf Champions Leaque 3 4.00 / 110.00

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Jüngste Derby-Siegerin: Frieda Jurisch und Curt AS nach ihrem Erfolg im Boocker Derby mit Steward Berno Papenbroock. (Foto: Boocker SV)
Jüngste Derby-Siegerin: Frieda Jurisch und Curt AS nach ihrem Erfolg im Boocker Derby mit Steward Berno Papenbroock. (Foto: Boocker SV)
Superman zu Gast beim Pferdefestival Stettiner Haff - das Kostümspringen geriet zum Hingucker. (Foto: Boocker SV)
Superman zu Gast beim Pferdefestival Stettiner Haff - das Kostümspringen geriet zum Hingucker. (Foto: Boocker SV)

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CSE Ehlersdorf – Robin Naeve legt vor – jetzt Großer Preis?

CSE Ehlersdorf - Robin Naeve legt vor - jetzt Großer Preis?

Ehlersdorf – Der Countdown für das finale CSE Ehlersdorf läuft und Robin Naeve  hat rund 24 Stunden vor dem Großen Preis “vorgelegt”: Mit dem acht Jahre jungen Ensign hat der 27-jährige Springreiter die Springprüfung Kl. S** gewonnen. Fehlerfreie 61,61 Sekunden genügten für den ersten Platz. Naeve junior rangiert in der Sonderwertung aus den drei Großen Preisen des CSE auf dem zweiten Platz hinter Vater Jörg – ob der für Schweden startende Springreiter am Sonntag im Finale antritt, steht aber noch nicht fest . Denn – es kommt auf die Pferde an und soll gut überlegt sein. Robin Naeve: “Das weiß ich tatsächlich noch nicht –  mal schauen…”

 

Youngster-Tour: Zwei Stuten und ein Wallach ganz vorn

Ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass der Name Naeve mehrfach in der Finalprüfung auftaucht – Vater Jörg und sein Benur du Romet werden auf jeden Fall dabei sein. Neben dem S-Springen am Samstag ebenfalls ein Hingucker: die Emil Frey Küstengarage Youngster-Tour. Zwei Stuten glänzten bei den sechs und sieben Jahre jungen Pferden:  Die Holsteiner Stute Lavinia und die Hannoveraner Stute Big Lady ZE. Janine Rijkens (Elmshorn) und die sieben Jahre alte Lavinia gewannen die 1. Abteilung der Springprüfung Kl. M**, Tomma Thiesen (Fehmarn) und die Big Star-Tochter Big Lady ZE waren das Siegerpaar der 2. Abteilung.

 

Bei den ein Jahr älteren Pferden setzte sich Jan Meves (Mehlbek) mit Diamant de Celeberty Z an der Spitze durch. “Das ist schon ein tolles Pferd, der hat auch schon S gewonnen und ist eigentlich immer platziert”, so der Springreiter. Weil Meves wegen einer Schulterverletzung pausiert hat, ist Diamant de Celeberty Z jetzt wieder so richtig dabei. “Genau genommen wissen wir noch gar nicht so detailliert, wie hoch der eigentlich springen kann”, scherzt der Ausbilder, denn der Wallach von Diamant de Semilly sei leistungsbereit und recht effizient bei der Sache, nur manchmal etwas übermotiviert. Das macht auch den Züchtern und Besitzern Freude – Marleen Mary-Ann Lucht-Dreeßen. Meves: “Marleen reitet selbst und sie und ihr Mann lassen mir praktisch freie Hand. Die wissen aber auch einfach, wie Pferdeausbildung verläuft und sind ganz entspannt.”

 

Zwei Finals: Youngster-Tour und Sonderwertung Großer Preis

Hinter dem Sieger holte sich Robin Naeve mit Chacchinault von Chacoon Blue Platz zwei vor Miriam Schneider mit der Holsteiner Stute Querida, die der Reiterin gehört und damit eine der versiertesten und besten Ausbilderinnen im Sattel hat. Am Sonntag ab 13 Uhr beginnt das Finale der Emil Frey Küstengarage Youngster-Tour für rund 55 Pferde und Reiter/innen. Gleich danach folgt der vierte und letzte Große Preis der CSE-Saison 2025. Der ist mit 12.000 Euro dotiert, findet auf Drei-Sterne-Niveau statt, zählt anderthalbfach für die Sonderwertung der Turnierreihe und wird von b-Horses maßgeblich unterstützt.

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Mit dem acht Jahre alten Ensign hat Robin Naeve beim CSE Ehlersdorf das S**-Springen am Samstag gewonnen. (Foto: J. Luther)
Mit dem acht Jahre alten Ensign hat Robin Naeve beim CSE Ehlersdorf das S**-Springen am Samstag gewonnen. (Foto: J. Luther)
Jan Meves – Diamant de Celeberty Z.
https://youtu.be/-EtsSe5hpe0
VIDEO: ClipMyHorse.TV

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CSE Ehlersdorf – Alle Hände voll zu tun…

CSE Ehlersdorf - Alle Hände voll zu tun…

Ehlersdorf – Wenn Norddeutschlands Springreiter/innen zum Turnier fahren, ist das – manchmal – aber meistens nicht einfach nur ein Ausflug. Es ist ein wesentlicher Teil ihres Berufes und es gibt viele, die dann buchstäblich alle Hände voll zu tun haben – sowohl mit vier- wie auch zweibeinigen Schülern. Gut sichtbar wird das nahezu immer beim CSE Ehlersdorf, denn zur Turnier-Reihe nehmen die Profis gern möglichst viele Pferde mit. Die, so der einhellige Tenor, können dort alle immer dazulernen, nach einer kleinen Pause wieder zurück in den Sport kommen, in Form gehalten werden oder auch gewinnen.

 

Letzteres gelang am zweiten Turniertag auf der Reitanlage Naeve dem jungen Mathies Rüder sehr gut. Der 19 Jahre junge, vielseitige Springreiter gewann mit der Holsteiner Stute Flora V die Springprüfung Kl. M** und damit den Auftakt der großen Tour beim CSE Ehlersdorf. In zügigen 57,22 Sekunden gelang das fehlerfrei, schnörkellos und effizient. Effizienz, das kann sich auch Marieke Reimers aus Mehlbek attestieren, denn die Siegerin des Speed-Derbys in Hamburg hatte gleich drei Pferde in dieser Prüfung dabei und alle drei auch platziert auf Rang zwei (Cidre), Rang 3 (Coup de Foudre) und Platz fünf (Just One Way). Neun und zehn Jahre alt sind diese Pferde, die ihre Ausbildung bei Marieke Reimers absolvieren.

 

Jan Meves – Doppelrolle

“Gut zu tun” hatte auch Jan Meves aus Mehlbek. Der Mann, der mit der Stute Dynastie D einst die Sonderwertung der CSE-Reihe gewann, Landesmeister und Deutscher Hallenchampion war, hatte praktisch gar keine Pause, denn in allen vier Springprüfungen war “etwas dabei” aus und für den Ausbildungsstall Meves – entweder Pferde oder Emil und Elina – die nächste Generation Meves im Sattel. Soll heißen: morgens mit der sechs Jahre alten Stute Milla V Zweiter in der Emil Frey Küstengarage Tour für 6 und 7 Jahre alte Pferde, danach Platz drei mit dem 8 Jahre alten Cantano in der Youngster-Tour und mit Wallkyrio schnell noch Vierter im M**-Springen der Großen Tour geworden. Dann Wechsel in die Trainer- und Vaterrolle, denn Emil und seine Schwester Elina sind in den zwei Prüfungen der Kl. A der U.P. Sporthorses Summer Trophy gemeldet und das bedeutet Parcours abgehen, erklären, beim Warm-Up helfen und zugucken, wenn die Kinder durch den Parcours düsen. Fragt man erfolgreich reitende Mütter und Väter, wie das ist, wenn die eigenen Kinder auch bei Turnieren mitmischen, sehen die es anfangs recht gelassen. Das ändert sich allerspätestens bei ersten größeren Herausforderungen für die Kinder, dann ist “zugucken” kaum auszuhalten” und “deutlich schwieriger als selbst reiten”…

 

In den Spuren der Eltern…

Das haben etliche Profis entweder schon durch oder stecken mittendrin: die Eltern von Mathies Rüder (Kai und Petra), der in der Vielseitigkeit schon EM-Gold gewann, und auch Inga, die Mutter von Julie Czwalina (Fehmarn). Julie kam, ritt entschlossen los und gewann schnurstracks die beiden Prüfungen der U.P. Sport Horses Summer Trophy mit der Stute Frieda IX. Langweilig wird den Eltern reitender Töchter und Söhne praktisch nie – CSE-Turnierleiter Jörg Naeve kennt das auch –  Sohn Robin ist längst erwachsen, hat internationale Erfolge – für seinen Vater wird “zugucken”  nie zur Routine….

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Zwei Starts, zwei Siege - Julie Czwalina (Fehmarn) und die Holsteiner Stute Frieda IX dominierten die U.P. Sporthorses Summer Trophy beim CSE Ehlersdorf. (Foto: JLuther)
Zwei Starts, zwei Siege - Julie Czwalina (Fehmarn) und die Holsteiner Stute Frieda IX dominierten die U.P. Sporthorses Summer Trophy beim CSE Ehlersdorf. (Foto: JLuther)

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Ebel-Festspiele in Boock beim 16. Pferdefestival Stettiner Haff

Ebel-Festspiele in Boock beim 16. Pferdefestival Stettiner Haff

(Boock)  Maximal 20 Kilometer liegen zwischen Polzow und Boock in Mecklenburg-Vorpommern, allerdings ist die geringe Distanz nur ein Grund von weiteren dafür, dass die Familie Ebel an diesem Wochenende hauptsächlich beim Pferdefestival Stettiner Haff anzutreffen ist. Tag eins des Festivals geriet gewissermaßen zu Ebel-Festspielen – Vater Ulf und Tochter Emma waren “schuld” daran.

 

Allein in den drei Springpferdeprüfungen tauchte Ulf Ebel mit unterschiedlichen Pferden sieben Mal als Sieger, bzw. platzierter Reiter auf. Tochter Emma – die noch in Stilspringprüfungen startet – gewann eine Prüfung und wurde Zweite in einer weiteren Prüfung. “Optimale Ausbeute” beschreibt den Familienerfolg wohl am zutreffendsten. Zumal mit dem GP-Sieger 2024, Olaf Jürgens und Ehefrau Elisabeth auch die nahe Verwandtschaft im Platzierungsreigen fleißig mitgemischt hat. Sieben Mal baten die Veranstalter zum sportlichen Vergleich in unterschiedlichsten Springprüfungen, die anspruchsvollste von allen gewann nicht Ulf Ebel, sondern Julian Sass. Der Springreiter aus Zerrenthin, der seine Ausbildung auf dem Landgestüt Redefin absolviert hat und auch schon LM-Gold gewann, legte in der klassischen Springprüfung Kl. M* mit dem neun Jahre alten Mecklenburger Dunkelfuchs Dagobert ein gut eingeteilte und 55,90 Sekunden schnelle Null-Fehlerrunde in Boock hin. Sass holte sich mit dem Mecklenburger Hengst Casemiro außerdem auch den vierten Platz in der gleichen Prüfung hinter Rene Hackbarth (Dedelow), der als Zweiter und Dritter mit Celouisia II und Dunja einen zweifachen Platzierungserfolg verbuchen konnte.

 

Am Samstag wird es sowohl sportlich, als auch musikalisch spannend: Dann tritt das Vorpommersche Blasorchester zum Konzert auf dem Boocker Turnierplatz an. “So ein Konzert hier beim Pferdefestival ist für sehr viele Leute im Ort und in den benachbarten Dörfern total beliebt”, weiß Turnierleiter Martin Giese. Also werden in jedem Jahr Musik-Acts verpflichtet – auf die Rossower Schalmeienkapelle folgt nun das Blasorchester. Sportlich setzten eine Punktespringprüfung Kl. S*, das Kostümspringen und das Boocker Derby die Glanzlichter.

 

Ergebnisübersicht Pferdefestival Stettiner Haff

1 Springpferdeprüfung Kl.A* m.Clear-Round Modus 90cm, Preis d. Landwirtschaftsbetrieb Martin Kühl, Preis d. Agrarbetrieb Bergholz Luitjens KG

  1. Ulf Ebel (Polzow ) auf Balvicor (8.30) 0.00 / 0.00
  2. Phillip Hoffmann (Pinnow ) auf Golden Light 4 (8.10) 0.00 / 0.00
  3. Ulf Ebel (Polzow ) auf Uriku (8.00) 0.00 / 0.00
  4. Jennifer Jülisch (Löwenberger Land ) auf Chacobara PS (7.90) 0.00 / 0.00
  5. Tessa Nadine Wilhelm (Friedland ) auf San Levinio J (7.90) 0.00 / 0.00
  6. Martin Kühl (Rossow ) auf Cherkan 3 (7.80) 0.00 / 0.00

2 Springpferdeprüfung Kl.A* m.Clear-Round Modus 95cm, Preis d. Rodo Schneider, Preis d. Raminer Agrar GmbH & Co. KG

  1. Ulf Ebel (Polzow ) auf Chakarella (8.20) 0.00 / 0.00
  2. Jennifer Jülisch (Löwenberger Land ) auf Chacobara PS (8.10) 0.00 / 0.00
  3. Jennifer Jülisch (Löwenberger Land ) auf Chareloua PS (8.00) 0.00 / 0.00
  4. Hannes Prehl (Putbus ) auf Checker 84 (7.90) 0.00 / 0.00
  5. Thomas Schröter (Nordwestuckermark ) auf Felix 2365 (7.90) 0.00 / 0.00
  6. Tessa Nadine Wilhelm (Friedland ) auf San Levinio J (7.90) 0.00 / 0.00
  7. Hannes Prehl (Putbus ) auf Clabautermann P (7.80) 0.00 / 0.00
  8. Hannes Prehl (Putbus ) auf Nirabell (7.80) 0.00 / 0.00
  9. Maximiliane Hoffschildt (Zirzow ) auf Pinkepank vom Deich (7.80) 0.00 / 0.00

3 Springpferdeprüfung Kl.L m.Clear-Round Modus 110cm, Preis d. OVVD, Preis d. Pflegedienst Zeiger

  1. Luzie Schwinge (Weitenhagen ) auf Lea SE (8.30) 0.00 / 0.00
  2. Ulf Ebel (Polzow ) auf Currenty (8.20) 0.00 / 0.00
  3. Ulf Ebel (Polzow ) auf Chactonia (8.00) 0.00 / 0.00
  4. Ulf Ebel (Polzow ) auf Chakarella (7.80) 0.00 / 0.00
  5. Laura Petschick (Ueckermünde ) auf Domenicus 7 (7.60) 0.00 / 0.00
  6. Thomas Schröter (Nordwestuckermark ) auf Felix 2365 (7.60) 0.00 / 0.00
  7. Olaf Jürgens (Polzow) auf Cassy 118 *0.00 / 0.00
  8. Susan Nörenberg (Hohen Wangelin ) auf Emil 204 *0.00 / 0.00
  9. Danila Schröter (Nordwestuckermark ) auf Kadillo 2 *0.00 / 0.00
  10. Martin Kühl (Rossow ) auf Van Deyk 7 *0.00 / 0.00

4 Springprüfung Kl.M* 120cm, Preis d. Sparkasse UER

  1. Julian Sass (Zerrenthin) auf Dagobert 128 0.00 / 55.90
  2. Rene Hackbarth (Dedelow ) auf Celouisia II 0.00 / 57.58
  3. Rene Hackbarth (Dedelow ) auf Dunja 1010 0.00 / 58.92
  4. Julian Sass (Zerrenthin ) auf Casemiro 2 0.00 / 60.24
  5. Julia Brummund (Mönkebude ) auf Londrina 4 0.00 / 62.91
  6. Laura Petschick (Ueckermünde ) auf Bonita 553 0.00 / 72.08

5 Stilspringprüfung Kl.E 80cm, Preis d. Grünhofer Milchviehzucht AG, Preis d. Baustoffhandel Liskow

  1. Lisa Baumbach (Panketal ) auf Picasso 875 8.60
  2. Emma Ebel (Polzow ) auf One For All Ixes 8.40
  3. Sophia Milz (Grambow ) auf Mara 422 8.20
  4. Matilda Mierke (Ueckermünde ) auf Zafira Red Wine 7.60
  5. Leonora Kopp (Ueckermünde ) auf Karamba 15 7.20
  6. Hanna Zeisler (Woldegk ) auf Leggitesch 7.10

6 Punktespringprfg. Kl.A* 90cm, Preis d. Landmaschinenhandel Arne Latzkow Randow

  1. Lucas Bollwahn ( Polzow) auf Lamara 21 36.00 / 45.31
  2. Gustav Pietsch (Woldegk ) auf Yakari 47 36.00 / 46.45
  3. Lucy-Sophie Stoldt (Alexanderhof ) auf Contendra 53 36.00 / 47.19
  4. Leni Amelie Schmidt (Neetzka ) auf Die Rakete 36.00 / 47.48
  5. Sebastian Kühn (Schwedt/Oder) auf Lysann 23 36.00 / 47.55
  6. Nele Chiara Linke (Machern ) auf Finn 155 36.00 / 49.71

20 Stilspring-WB – ohne erlaubte Zeit 65cm, Preis d. Autohaus Mochow

  1. Emma Ebel (Polzow ) auf One For All Ixes 8.20
  2. Matilda Mierke (Ueckermünde ) auf Zafira Red Wine 8.00
  3. Leonora Kopp (Ueckermünde ) auf Karamba 15 7.60
  4. Mia-Angelina Knopik (Woldegk ) auf Layana 20 7.40
  5. Elena Manthe (Pasewalker PSV e.V.) auf Cantar 2 7.30
  6. Charlotte von Hirschheydt (Krackow ) auf Bar le duc 3 7.00

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Konnte sich beim Pferdefestival Stettiner Haff mit dem Goldfever-Nachkommen Golden Light empfehlen: Phillip Hoffmann aus Pinnow verhinderte einen Doppelerfolg des hocherfolgreichen Ulf Ebel. (Foto: Boocker SV)
Konnte sich beim Pferdefestival Stettiner Haff mit dem Goldfever-Nachkommen Golden Light empfehlen: Phillip Hoffmann aus Pinnow verhinderte einen Doppelerfolg des hocherfolgreichen Ulf Ebel. (Foto: Boocker SV)

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CSE Ehlersdorf – Jugend ist Trumpf zum Auftakt

CSE Ehlersdorf - Jugend ist Trumpf zum Auftakt

Ehlersdorf – “Junge Wilde” zum Auftakt – das ist Programm beim CSE Ehlersdorf und auch die Finaletappe begann mit Springpferdeprüfungen für die gar nicht wilden, aber schwungvollen jungen Pferde. Fünf oder sechs Jahre sind sie alt, praktisch noch “Grundschüler” und so ein erster Turniertag auf der Reitanlage Naeve sorgt ohne zu viel Ablenkung für die richtigen Rahmenbedingungen. Einer, der sich heute wieder einmal eine Schleife in der schönsten Farbe abgeholt hat, war Simon Heineke vom Wedeler Moorhof, dessen sechs Jahre junger Sunny Boy seinem Namen alle Ehre machte. Die Note 8,7, die fehlerfreie Runde in der Springpferdeprüfung Kl. M* – flüssig, locker, souverän.

 

“Der ist schon ein tolles Pferd”, findet Springreiter Heineke, der den Holsteiner Wallach, dessen Vater Marcus Ehnings Weltcupsieger Sandro Boy ist, erst so knappe 2,5 Monate kennt. Davor hatte Besitzer Hans-Jürgen Ziebell mal angefragt, ob Heineke die weitere Ausbildung von Sunny Boy übernehmen wolle. Man kennt sich: Ziebell ist auch Züchter von Chairman, mit dem Heineke einst sehr erfolgreich war. Kurzum: Gefragt, probiert und  ja gesagt. Sunny Boy zog also von Westfalen nach Schleswig-Holstein um.

 

Dem Wallach folgen drei gekörte Hengste

Hinter Heineke und Sunny Boy reihte sich Schwedens Vorzeigereiter Rolf-Göran Bengtsson (Itzehoe) gleich zweimal ein – mit dem Holsteiner Schimmelhengst Chavaros II auf dem zweiten Rang und mit dem schwarzbraunen Holsteiner Hengst Culiko aus der Zucht von Ehefrau Evi Bengtsson auf Platz vier. Dazwischen schob sich Pheline Ahlmann (Reher), die den OS-Hengst Chacco d` Or auf den dritten Rang pilotierte. Insgesamt drei Prüfungen für die jungen Springpferde bot das CSE Ehlersdorf beim Finalturnier und die entfalteten die erwartet große Anziehungskraft. Immerhin 273 Starts wurden zwischen 7.30 und 19.30 Uhr auf dem Turnierplatz zelebriert, unterbrochen nur vom Parcours-Umbau und Bodenpflege.

 

Ab Freitag beginnt beim CSE Ehlersdorf die Emil Frey Küstengarage Tour für sieben bis acht Jahre junge Pferde und auch das erste S**-Springen steht im Programm. Dazu bietet die U.P. Sporthorses Summer Trophy Springprüfungen für all jene, die weniger Hoch hinaus wollen. All das ist auch live bei ClipMyHorse.tv zu sehen und direkt vor Ort. Besucher/innen sind beim CSE Ehlersdorf sehr willkommen –  der Eintritt ist frei.

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Ausflugsziel - das CSE Ehlersdorf ist an diesem Wochenende ein Treffpunkt für Pferdesportfans im Norden. (Foto: Ch. Beeck)
Ausflugsziel - das CSE Ehlersdorf ist an diesem Wochenende ein Treffpunkt für Pferdesportfans im Norden. (Foto: Ch. Beeck)

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CSE Ehlersdorf – aller guten Dinge sind vier

Ehlersdorf – Vier Turniere – eine Turnierreihe: Das vierte und finale CSE Ehlersdorf erlebt vom 17. bis 20. Juli sein Finalwochenende mit der Sonderwertung aus den Großen Preisen auf der Reitanlage Naeve, bietet freien Eintritt für alle die dabei sein wollen und den besten Ausblick auf Zukunftshoffnungen im Parcours in den Springpferdeprüfungen und der Emil Frey Küstengarage Youngster-Tour und auf Routiniers in der Großen Tour.

Insgesamt  15 Prüfungen stehen auf dem Programm, das Glanzlicht ist der Große Preis, ein Springen Kl. S mit Stechen auf Drei-Sterne-Niveau, das mit 12.000 Euro dotiert ist und Teil der Sonderwertung des CSE Ehlersdorf. Der punktbeste Reiter/ bzw. die punktbeste Reiterin aus drei Großen Preisen wird mit einem wertvollen Sattel der Firma Equipe belohnt. Dazu zählen die beiden ersten Großen Preise aus den Turnieren im April und der finale Große Preis.

Jörg und Robin Naeve, sowie Niclas Aromaa sind das Spitzentrio der Sonderwertung

Gute Chancen auf einen Sieg in der Sonderwertung hat der Hausherr selbst, Jörg Naeve, der aktuell an erster Stelle rangiert vor Sohn Robin und dem Finnen Niclas Aromaa. Die Punktevergabe im vierten Großen Preis erfolgt mit 1,5-facher Wertung. Schließlich ist diese Prüfung die anspruchvollste und bestdotierte Prüfung der gesamten CSE-Reihe. Es kann also nochmal ziemlich spannend werden auf der Reitanlage Naeve. 

Den Auftakt machen bereits am Donnerstag die jungen Springpferde in drei Springpferdeprüfungen, ab Freitag kommt die Emil Frey Küstengarage Youngster Tour hinzu und die U.P. Sporthorses Summer Trophy. Der “Run” in der Großen Tour beginnt am Freitag mit einer Springprüfung Kl. M** ab 13 Uhr, am Samstag folgt ein klassisches S-Springen auf Zwei-Sterne-Niveau und am Sonntag setzt ab 16 Uhr der Große Preis das Finale unter vier CSE-Turniere in der Saison 2025.


Turnierchef Jörg Naeve mit Benur du Romet führt vor dem 4. CSE Ehlersdorf selbst die Sonderwertung an. (Foto: Ch. Beeck)
Turnierchef Jörg Naeve mit Benur du Romet führt vor dem 4. CSE Ehlersdorf selbst die Sonderwertung an. (Foto: Ch. Beeck)



Turnier mit Kult-Charakter – 16. Pferdefestival Stettiner Haff

(Boock)  Den 18. – 20. Juli haben sich viele im Kalender notiert – aus sportlichen Gründen genauso wie als Ausflugsziel für das Wochenende. Die 16. Auflage des Pferdefestival Stettiner Haff lockt in die 594 Einwohner/innen starke Gemeinde Boock im Landkreis Vorpommern-Greifswald, in der eines der schönsten Turniere im Pferdeland Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. Von Freitag bis Sonntag wird es turbulent in Boock, denn 520 Nennungen bedeuten auch hohes Besucheraufkommen – mächtig was los also!

Turnierleiter Martin Giese, verantwortlich für das Pferdefestival Stettiner Haff im Boocker SV 62 e.V. ist durchaus zufrieden mit diesem Nennungsergebnis für 23 Prüfungen. Die “Handschrift” des Pferdefestivals erweist sich damit erneut als anziehend. Am Stettiner Haff wird auf Individualität, Sport und Unterhaltung gesetzt. Ein fester Bestandteil sind zum Beispiel Konzerte – diesmal ist am Samstag um 11 Uhr das Vorpommersche Blasorchester zu Gast. Springpüfungen der Kl. A und L und auch die Führzügelklasse für die ganz junge Generation

Reiter/innen sind genauso Teil des Programms wie die Springpferdeprüfungen für junge Pferde und die “große Piste”, also schwere Springprüfungen der Kl. S am Samstag und der Große Preis des Pferdefestivals Stettiner Haff als Springen Kl. S* mit Siegerrunde. Den Großen Preis gewann 2024 Olaf Jürgens (Polzow) mit seinem Boritas Bay aus familieneigener Zucht und landete damit einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zum Goldenen Reitabzeichen.

Sportlich feinste Unterhaltung

Dazu setzt man in Boock aber eben auch auf das Ungewöhnliche: das Kostümspringen Kl. A* mit steigenden Anforderungen, das in jedem Jahr die tollsten Verkleidungen beschert und ungeahnte Kreativität hervorzaubert. Von Meerjungfrauen bis zu Batmans war schon alles Mögliche dabei, dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Ebenfalls ein Glanzlicht ist das Boocker Derby: Das wird als Springprüfung Kl. A** mit Stechen am Samstagabend ausgetragen und passt perfekt ins Pferdeland – Mecklenburg-Vorpommern hat eine große Derby-Tradition und Sieger wie aktuell André Thieme, der am 1. Juni mit Paule S seinen vierten Sieg im Deutschen Spring-Derby in Hamburg zelebrierte. In Boock fängt man also früh an mit dieser ganz speziellen Qualität.

Tickets: preisgünstig und familienfreundlich

Seit einem Jahrzehnt unverändert sind beim Pferdefestival Stettiner Haff die Ticketpreise: Die Eintrittskarte für alle drei Turniertage zusammen gibt es für fünf Euro, Einzelkarten pro Tag kosten drei Euro und Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.


Wie zwei Red-Runner - Leonie Ulrich aus Woldegk hatte auch ihren Campino M in ferrari-rot gehült für das Kostümspringen. (Foto: Boocker SV 62)
Wie zwei Red-Runner – Leonie Ulrich aus Woldegk hatte auch ihren Campino M in ferrari-rot gehült für das Kostümspringen. (Foto: Boocker SV 62)



Fehmarn Pferde Festival in der Bilanz – Neugier, Rekordzahlen und großartige Resonanz

(Fehmarn) Das Fehmarn Pferde Festival im neuen Reitsportzentrum auf der Ostsee-Insel hat zwei an zwei Wochenenden (Springen/ Dressur) für Neugier, Resonanz und viele Erkenntnisse gesorgt. Die Bilanz des Fehmarnschen RRV ist nach insgesamt acht Turniertagen von vielen Eindrücken geprägt. Die wesentliche Erkenntnis ist laut Hinrich Köhlbrandt, Vorsitzender des FRRV diese: “Die Konzeption hat wirklich gut funktioniert.” Und das musste sie auch, denn allein das erste Festival-Wochenende bescherte dem FRRV teilweise Rekordzahlen, wie etwa 450 Starts am Freitag, 27. Juni.

Deutlich entspannter für die Veranstalter verlief die Dressur-Auflage des Fehmarn Pferde Festivals. Das allerdings dürfte sich ändern. “Die Ausschreibung für die Dressur ist in diesem Jahr später als sonst üblich zustande gekommen”, so Hinrich Köhlbrandt, “das hat allerdings dem Sport in keiner Weise geschadet. Die Sichtungen wurden gut angenommen und Dressur ist und bleibt ein Thema im Veranstaltungsprogramm. Wir werden jetzt im Herbst die Termine für das Jahr 2026 festlegen und die Aufteilung auf zwei Wochenenden für beide Festival- Disziplinen beibehalten. Das wird auch wieder Ende Juni/ Anfang Juli werden, weil das aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auf Fehmarn einfach passt.” Die Konzeption mit den zwei Reithallen für das Warm-Up und den Dressurvierecken auf dem riesengroßen Sandplatz hat bei der Festival-Premiere an zwei Wochenenden gut funktioniert.

Einer, der die Einschätzung der Turnierveranstalter teilt, ist der mehrmalige Landesmeister Dressur SH/HH, Felix Kneese (Appen): “Die Möglichkeiten vor Ort sind unendlich.” Pferdewirtschaftsmeister Kneese kennt die Insel. Er wie auch Mareike Groth-Becker bilden die Geschäftsführung des Hofes Etzer Heide in Appen und Mareike Groth-Becker hat eine lange Bindung an Fehmarn. “Dadurch bin auch ich aufmerksam geworden und häufiger auf der Insel, schon bei den Turnieren am alten Standort. Wann immer ich nach Fehmarn kam,” erinnert sich Felix Kneese, “habe ich den Baufortschritt des neuen Zentrums registriert. Mit den Pferden sind wir nun zum Festival am Donnerstag eingetroffen und ich fand es einfach beachtlich – bodentechnisch ist es vom allerfeinsten.” Jeder gute Turnierstandort für die Dressur sei zudem gut und notwendig für das Pferdeland Schleswig-Holstein. Fehmarn habe als Pluspunkt auch noch das Urlaubsflair zu bieten, sowie das Know-How der Organisatoren: “Die kennen sich aus und wissen einfach, worauf es ankommt.”

Erwartungshaltung soll erfüllt werden

Organisation und Abläufe sind das Eine, die Erwartungen an die Nutzung des Reitsportzentrums das Andere. “ Die Landesförderung für den Bau gilt dem Sport”, unterstreicht Hinrich Köhlbrandt ganz deutlich, “und das ist das Hauptziel auf der Anlage: Sportförderung, Ausbildung, Lehrgänge, Veranstaltungsvielfalt.” Wie ernst man das auf Fehmarn nimmt, verdeutlicht der Blick in den Kalender: Vom 12.  – 13. Juli findet das erste Mounted Games-Turnier im Reitsportzentrum Fehmarn statt. Mit dabei sind Top-Teams aus Lindau-Gettorf, Ahrenlohe und Hamburg-Vierlanden.


Fehmarns Pferde Festival auf der neuen Anlage kam bei den Dressur-Assen gut an - hier Susanne Mohr mit Schneefuss, Siegerpaar der Dressur Kl. S***. (Foto: helenhippique)
Fehmarns Pferde Festival auf der neuen Anlage kam bei den Dressur-Assen gut an – hier Susanne Mohr mit Schneefuss, Siegerpaar der Dressur Kl. S***. (Foto: helenhippique)



Dressur pur –  Fehmarn Pferde Festival mit Pi & Pa

(Fehmarn)  Der Springsport zieht nach einem erfolgreichen Fehmarn Pferde Festival weiter – die Dressur-Asse erobern vom 4. – 6. Juli das Reitsportzentrum am Ortsrand von Burg auf der Ostseeinsel. Drei Tage lang geht es um Takt und Tempi, um die Grundlagen in Dressurprüfungen der Kl E und Reiterwettbewerben bis zur Dressur Kl. S auf Drei-Sterne-Niveau.

Dafür bittet der Fehmarnsche RRV zu 16 Prüfungen und Wettbewerben, darunter auch eine Sichtung zur Deutschen Meisterschaft der Ponyreiter/innen. Ihre sportliche Visitenkarte geben aber auch Erfolgsreiter aus dem Norden wie etwa der mehrmalige Landesmeister von Schleswig-Holstein und Hamburg und Zweite im Deutschen Dressur-Derby, Felix Kneese aus Appen, beim Fehmarn Pferde Festival Dressur ab. Vom Brander Hof in Halstenbek kommt die Dressurreiterin und Pferdewirtschaftsmeisterin Carolin Heyser, Tochter des Reitmeisters Georg Otto “Butze” Heyser. Vor allem aber ist die Veranstaltung auch ein Anziehungspunkt für die Dressurasse des Fehmarnschen RRV und der benachbarten Vereine in Schleswig-Holstein.

Mit den Möglichkeiten im neuen Reitsportzentrum will der Verein auch für die Disziplin Dressur weitere sportliche Angebote schaffen und Anreize setzen. Dafür bietet das Festival vom 4. – 6. Juli sehr gute Rahmenbedingungen mit den zwei Reithallen und dem großen Sandplatz, auf dem problemlos drei Prüfungsvierecke untergebracht werden können. Für Pferdesportfans ist auch an diesem zweiten Festival-Wochenende der Eintritt frei.


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Startboxen IDEE 156. Deutsches Derby: Trinity College aus der Neun, Zuckerhut aus der Startbox Eins

(Hamburg)  Die drängendsten Fragen sind beantwortet: Aus welcher Box startet welches Pferd ins “Rennen der Rennen” – in das IDEE 156. Deutsche Derby am 6. Juli in Hamburg Horn? Den 19 Pferden auf der Starterliste  wurden in der Spielbank Hamburg durch Dressur-Olympiasiegerin Ann Kathrin Linsenhoff am Dienstagabend die Startboxen zugelost.

Der aus Irland am Montag nachgenannten Trinity College, den Weltklasse-Trainer Aidan O`Brien nach Hamburg schicken will, wird aus der Startbox neun starten, der im Ranking an zweiter Stelle geführte Union-Sieger Zuckerhut startet mit Christian Demuro aus der Startbox 1. Startboxenauslosungen sind kein “Wunschkonzert”  –  auch der achtmalige Derby-Sieg-Jockey Andrasch Starke  hatte da vielleicht eine Idee – mit seinem Derby-Partner Path of Soldier wird er aus der Startbox 15 auf die 2.400 Meter lange Distanz des IDEE 156. Deutschen Derbys gehen. Und aus dieser Box kamen bereits sieben Derbysieger. Nina Baltromei wird ihre Derby-Premiere mit Hochkönig aus der Startbox acht bestreiten. Die einzige Stute im Feld – Lady Charlotte – geht mit Adrie de Vries aus der Startbox 18 auf die Derby-Reise.

Für Ann Kathrin Linsenhoff war die Auslosung ein Eintauchen in die Vergangenheit: Sie ist die Enkelin von Adolf Schindling, Gründer des Vollblutgestüts Asta bei Köln, das 1954 und 1956 mit Kaliber und Kilometer jeweils einen Derbysieger stellte. Beide übrigens aus der gleichen Mutter – Kirschfliege – gezogen und von Legende Hein Bollow zu den Derby-Siegen pilotiert. “Als Kind wollte ich Jockey werden –  Hein Bollow hat mir seinen Jockey-Dress geschenkt 

und den habe ich immer noch”, so die Dressurreiterin und Unternehmerin. Die Rennfarben schwarz-gelb des großelterlichen Stalles hat die Enkelin sichern lassen und auch der Reitverein “Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb e.V.” führt die Rennstallfarben im Namen. Mutter Liselott Linsenhoff –  ebenfalls Olympiasiegerin Dressur – ritt ein ehemaliges Rennpferd sehr erfolgreich im Viereck.. Bei Ehrenrunden im großen Stadion des CHIO Aachen auf dem Grasboden sei Monarchist gelegentlich ziemlich schnell geworden….

Ann Kathrin Linsenhoffs Firma Schafhof Connects hat in diesem Jahr erstmals das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Hamburg-Flottbek organisiert. Den Grundstein für das Sportengagement hat Vollblut-Züchter Adolf Schindling gelegt “und ich bin meinem Großvater heute noch sehr dankbar dafür” wie die Enkelin betonte.

Gut gelaunt im fröhlichen “Schlagabtausch” mit Moderator Thorsten Castle loste Ann Kathrin Linsenhoff die Boxen zu – immer besorgt, nicht die Interessen der Besitzer und Trainer zu torpedieren: “Ich glaub, dann werd ich nie wieder eingeladen…” Bedenken, die HRC-Präsident Hans-Ludolf Matthiessen der “Losfee” nehmen konnte, denn noch immer gelte der Satz von Trainer Heinz Jentzsch: Ein gutes Pferd kann aus jeder Startbox und auf jedem Boden gewinnen.

Hier das voraussichtliche Feld im IDEE 156. Deutschen Derby (Vorauss. Nr./ /GAG/Startbox):

1 Trinity College 96,5/9

2 Zuckerhut 95,0/1

3 Juwelier 94,5/6

4 Path of Soldier 94,5/15

5 Hochkönig 94,0/8

6 Lazio 94,0/5

7 Lady Charlotte 92,5/18

8 Convergent 92,0/7

9 Pompeo Dream 92,0/17

10 Zauberkönig 92,0/14

11 Delgardo 91,0/2

12 Abando 90,5/11

13 Name Lord 90,0/19

14 Sedano 90,0/10

15 Waldnebel 88,5/4

16 The Sheriff 88,0/3

17 Amico 88,0/16

18 Enzian 83,0/13

19 Düx 81,0/12


Startboxen für die Pferde im IDEE 156. Deutschen Derby ausgelost - Dressur-Olympiasiegerin Ann Kathrin Linsenhoff - hier mit Hamburgs Renn-Club Präsident Hans-Ludolf Matthiessen und Moderator Thorsten Castle - zog die Lose. (Foto: BM)
Startboxen für die Pferde im IDEE 156. Deutschen Derby ausgelost – Dressur-Olympiasiegerin Ann Kathrin Linsenhoff – hier mit Hamburgs Renn-Club Präsident Hans-Ludolf Matthiessen und Moderator Thorsten Castle – zog die Lose. (Foto: BM)